Dunkler Tunnel: Weg zum Fußballtraining wird für Jugendliche zur Mutprobe

rnSportvereine in Dortmund

Für die Nachwuchs-Kicker eines Dortmunder Vereins hat es der Weg zum Trainingsplatz in sich.

Sölde

, 31.01.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Dortmunder Süden gibt es einige Bahn-Unterführungen, die ihre besten Tage hinter sich haben und nicht mehr den Anforderungen des heutigen Straßenverkehrs entsprechen. Zwei davon liegen – oder besser gesagt lagen – ganz im Süden des Stadtbezirks Aplerbeck.

Reger Trainingsbetrieb in Sölde

Eine dieser Bahnunterführungen ist vor Kurzem umgebaut worden. An der Sölder Straße / Vellinghauser Straße hat die Deutsche Bahn das alte Bauwerk abgerissen und ein neues errichtet. Eine weitere dieser musealen Unterführungen steht aber noch.

Jetzt lesen

An der Jasminstraße ist der VfR Sölde zuhause und im Stadion Rosengarten herrscht täglicher reger Trainingsbetrieb, am Wochenende stehen Meisterschaftsspiele auf dem Programm.

Dunkle Unterführung

So reibungslos das Training und die Spiele ablaufen, so unglücklich ist der Verein mit dem Weg zum Stadion: Denn hier führen die letzten Meter aus Sölde kommend durch eine enge und dunkle Unterführung.

Der Autoverkehr ist hier einspurig geregelt. Das bedeutet, die Verkehrsteilnehmer aus Richtung Holzwickede müssen denjenigen aus Richtung Sölde kommend die Vorfahrt gewähren. Alleine das sorgt schon manchmal für unübersichtliche Situationen, da die Straße, bevor sie in den Tunnel biegt, einen starken Knick macht.

Hauptachse zwischen Aplerbeck und Holzwickede

Dazu kommt noch, dass die Jasminstraße eine Hauptachse zwischen dem Stadtbezirk Aplerbeck und Holzwickede, und somit recht stark befahren ist.

Verkehrsteilnehmer müssen sich in die Unterführung hereintasten, um zu erkennen, ob sich auf der anderen Seite ein Fahrzeug nähert.

Jetzt lesen

Für die Fußgänger, die durch den Tunnel laufen müssen, sieht es noch schlechter aus. Denn für die Fußgänger, zu denen oft die jungen Kicker gehören, gibt es weder einen Bürgersteig, noch einen abgetrennten Radweg.

Und Beleuchtung gibt es auf den knapp 15 Metern ebenfalls nicht. Gerade jetzt, in der dunklen Jahreszeit, scheint die Durchquerung der Unterführung oft ein Glücksspiel zu sein.

Beleuchtung und eine Kennzeichnung sollen her

Das soll sich jetzt ändern. Der Verein ist auf das Sölder CDU-Ratsmitglied Ute Mais zugegangen und hat um Hilfe gebeten. Die Zuwegung zur Sportanlage soll sicherer werden. Aber wie?

„Die Bezirksvertretung Aplerbeck hat schon zugesagt, das Geld für eine Beleuchtung im Tunnel zur Verfügung zu stellen“, sagt Ute Mais. Jetzt müsse noch die Stadt Dortmund tätig werden.

„Eine Möglichkeit wäre eine optische Abgrenzung im Tunnel. Das würde den Autofahrern schon signalisieren, dass sie mit Fußgängern oder Radfahrern zu tun hätten“, so Ute Mais. Ein entsprechender Antrag soll nun zeitnah in der Bezirksvertretung Aplerbeck beraten werden.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt