E-Scooter Unfälle in Dortmund: Zahl der Verletzten hat sich verdoppelt

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Die Polizei Dortmund rät bei der Nutzung von E-Scootern, besonders aufmerksam und vorsichtig zu sein.
Die Polizei Dortmund rät bei der Nutzung von E-Scootern, besonders aufmerksam und vorsichtig zu sein. © dpa
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Die Zahl der Verletzten durch Unfälle mit E-Scootern hat sich laut Polizei Dortmund im letzten Jahr mehr als verdoppelt.

Im Jahr 2020 habe es demnach 53 bekannte Unfälle mit E-Scootern gegeben. Dabei seien 31 Menschen verletzt worden. 2021 hingegen gab es laut Polizei 119 Unfälle mit 70 Verletzten. Die Polizei befürchtet, dass die Dunkelziffer weit über den ihnen bekannten Zahlen liegt.

Schwere Verletzungen durch Unfälle

Grund für die Unfälle sei in vielen Fällen Alkohol- und Drogenkonsum vor der Fahrt und das Unterschätzen der Geschwindigkeit. Bis zu 20 Kilometer pro Stunde können mit den E-Scootern erreicht werden.

Zudem sei man auf den Scootern nicht so stabil, wie beispielsweise auf einem Fahrrad und sei zudem bei einem Sturz völlig ungeschützt. Dadurch erlitten die Verletzten bei Unfällen häufig Schädel-Hirn-Traumata und Frakturen an den Schultern oder im Gesicht.

Aufmerksames Fahren minimiert das Unfall- und Verletzungsrisiko

Um das Unfall- und Verletzungsrisiko zu minimieren, empfiehlt die Polizei Dortmund bei der Nutzung von E-Scootern, besonders aufmerksam zu sein. Fahrer sollen sich nicht durch ihr Handy oder Kopfhörer ablenken lassen.

Dies sei auch wichtig, um besonders Fußgänger zu schützen. Die E-Scooter fahren weitgehend geräuschlos. Dadurch hätten Fußgänger eine minimale Reaktionszeit, um dem E-Scooter gegebenenfalls auszuweichen.

Außerdem soll auf Fahrbahnunebenheiten geachtet werden. Die E-Scooter besitzen überwiegend keine Dämpfung, sodass bereits kleine Unebenheiten im Untergrund zu einem Gleichgewichtsverlust führen können.

Es sei sinnvoll, die Möglichkeit zu nutzen, den E-Scooter vor dem Gebrauch im Straßenverkehr auf einer privaten Verkehrsfläche zu testen, um ein Gefühl für das Gefährt zu bekommen.

Neue Kontrollfelder bei Polizeistreifen

E-Scooter gibt es in Dortmund mittlerweile seit rund drei Jahren. Neben der großen Anzahl an Unfällen gebe es für die Polizei seitdem zusätzlich eine Reihe von neuen Kontrollfeldern, welche bei Polizeistreifen berücksichtigt werden müssen.

Häufig werden Verkehrsverstöße wie das Befördern einer zusätzlichen Person, das Befahren einer nicht vorgesehenen Verkehrsfläche oder das Nebeneinander herfahren bei der Bußgeldstelle gemeldet.