easyJet auf der Kostenbremse

DORTMUND Die Befürchtungen, dass der englische Billigflieger easyJet der „Startbahn Ruhrgebiet“ den Rücken kehrt, haben neue Nahrung erhalten. Angeblich will die größte Fluggesellschaft in Dortmund nach zuletzt schlechten Geschäftszahlen sparen und Strecken streichen.

von Von Achim Roggendorf

, 21.05.2008, 08:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
easyJet-Sprecher Oliver Aust.

easyJet-Sprecher Oliver Aust.

Um das zu verhindern, sollen die Airport-Betreiber Gerüchten zu Folge dem „Aldi der Lüfte“ einen höheren Marketingzuschuss überweisen. Spekulationen um mögliche Abwanderungspläne von easyJet verwies Sprecher Oliver Aust zwar ins Reich der Fabeln. Gleichwohl räumte er Gespräche mit Flughafenchef Manfred Kossack ein. Grund seien die steigenden Kerosinpreise. Dadurch stünden wenig profitable Strecken, auch in Dortmund, unter Druck.

easyJet geht es dabei nach Aussage von Aust aber nicht um mehr Geld, sondern um bessere Rahmenbedingungen. Vor allem in Sachen Öffnungszeiten will der Low-Cost-Carrier endlich Klarheit. Werden die Betriebszeiten verlängert? Für Aust ist das die entscheidende Frage. Ein Flugverbot ab 22 Uhr bremst den Billigflieger nämlich mächtig aus.

Dortmund ist noch die NRW-Basis der Briten – und daran soll sich laut Flughafensprecher Marc Schulte auch nichts ändern. Doch das Zaudern und Zögern der Politiker in dieser Angelegenheit sei kontraproduktiv. „Noch machen wir uns keine Sorgen“, will Schulte sich nicht bange machen lassen. Doch habe man im Vergleich zu anderen Flughäfen sicher schlechtere Karten.

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