Easyjet-Rückzug kostet 200.000 Passagiere

Flughafen Dortmund

Der weitgehende Rückzug des Billigfliegers Easyjet aus Dortmund wird teuer für den Dortmunder Flughafen. Nach Recherchen unserer Redaktion fallen mit dem Aus für vier Easyjet-Ziele erstmal über zehn Prozent der Passagiere weg.

DORTMUND

von Von Bettina Kiwitt

, 19.05.2012, 06:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Easyjet taucht ab am Dortmunder Flughafen.

Easyjet taucht ab am Dortmunder Flughafen.

Für diese Passagiere erhält der Airport keine Abfertigungsgebühren mehr, nimmt für die wegfallenden Flieger keine Start- und Landegebühren ein, 200.000 Menschen weniger werden die Restaurants, den Duty-Free-Shop und die Parkplätze nutzen.Easyjet begründet die Streichung von vier der fünf Strecken damit, dass die Bedingungen am Flughafen Dortmund nicht dazu beitrügen, „das Geschäftsmodell der Fluggesellschaft optimal umzusetzen“.

 So fehle die Effizienz aufgrund der Einschränkungen durch das Nachtflugverbot. „Das Geschäftsmodell von Easyjet sieht lange Betriebszeiten vor, um eine intensive Nutzung seiner Flugzeuge zu gewährleisten“, heißt es in einer Stellungnahme.  Weiterhin fehle die Wirtschaftlichkeit, da die Flughafengebühren wie die Kerosinpreise erheblich gestiegen seien sowie die Flugverkehrs-Abgabe 2011 eingeführt worden sei. Darüber hinaus passe der Flughafen Dortmund nicht mehr in die Strategie von Easyjet, ausschließlich Hauptflughäfen anzufliegen.

Aber es gibt auch Lichtblicke für Dortmund: Germanwings flog im Winter bisher gar nicht nach Mallorca, ab kommenden Winter wird die Lufthansa-Tochter die Insel generell freitags, samstags und sonntags anfliegen. Und für die Destination Budapest, die Easyjet künftig nicht mehr bedient, hat die ungarische Fluggesellschaft Wizzair in Aussicht gestellt, die Frequenzen zu erhöhen. Wizzair könnte damit ihre Stellung als Platzhirsch in Dortmund ausbauen. Mit dem Engagement von Germanwings und Wizzair sind die Passagierverluste jedoch nicht annähernd kompensiert.

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