EDG will Straßenreiniger in der Nordstadt schützen

Bedrohung am Arbeitsplatz

Bei ihrer Arbeit wurden sie bedroht und mit Müll beworfen: In der Nordstadt müssen die Straßenreiniger der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) besonders viel aushalten. Die Firma will ihre Mitarbeiter schützen - und bietet deshalb Deeskalations-Trainings an.

DORTMUND

, 16.11.2014, 02:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Maik Baaske ist einer der 24 Straßenreiniger aus dem Nordstadt-Team der EDG. Die Arbeit bei Wind und Wetter ist kein Zuckerschlecken.

Maik Baaske ist einer der 24 Straßenreiniger aus dem Nordstadt-Team der EDG. Die Arbeit bei Wind und Wetter ist kein Zuckerschlecken.

In den vergangenen drei Wochen sind laut EDG-Sprecher Matthias Kienitz zwei Straßenreiniger bedroht worden. Kienitz rechnet mit einer höheren Dunkelziffer. Weil ein EDG-Mitarbeiter in gelber Arbeitsuniform auf einen Raser in der Brunnenstraße mit einer ausgestreckten Handbewegung reagierte, drohte der Fahrer mit dem Finger an, dem EDG-Mitarbeiter die Kehle durchzuschneiden. Er hatte gebremst und war mit zwei weiteren Männern aus einem Mercedes (C-Klasse) ausgestiegen.

In einem anderen Fall wurde ein Straßenreiniger mit Müll beworfen. 24 Kollegen sind in der Nordstadt im Einsatz und erleben Provokationen und Bedrohungen. Jetzt sollen externe Trainer die Teams anleiten, bei hohem Arbeitsdruck nicht selbst zu einer Eskalation beizutragen. Ab Montag (17. November) setzte die EDG fünf weitere Mitarbeiter ein, die ab 14.30 Uhr für eine zweite Schicht bis 21.30 Uhr auf die Straße gehen. Nach acht Wochen soll ein Fazit gezogen werden, um festzustellen, welche Folgen eine konsequente Straßenreinigung auf das Leben im Schleswiger Viertel und im Brunnenviertel haben kann.

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