"Ehe für alle": So stimmten Dortmunds Abgeordnete

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Die "Ehe für alle" kommt: Der Bundestag beschloss am Freitag in Berlin mit einer deutlichen Mehrheit die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare. Wie haben Dortmunds Abgeordnete abgestimmt? Diese Übersicht zeigt es.

DORTMUND

, 30.06.2017, 11:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Ehe für alle": So stimmten Dortmunds Abgeordnete

Der Bundestag stimmte am Freitag für die "Ehe für alle".

Steffen Kanitz (CDU) hat als einziger Dortmunder Bundestagsabgeordneter gegen den Gesetzesentwurf zur Einführung einer Ehe für alle gestimmt. Alle übrigen sechs Abgeordneten befürworteten am Freitag in der offenen Abstimmung des Parlaments ein Recht auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts – darunter auch Kanitz‘ Parteikollege, Thorsten Hoffmann.

In einer Stellungnahme begründete Steffen Kanitz seine Entscheidung mit einer persönlichen Sicht auf die Ehe als „das Zusammenleben von Mann und Frau. Ich sehe in der Ehe eine auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaft mit der grundsätzlichen Offenheit und Möglichkeit leiblicher Eltern, ihren Kindern Leben zu schenken.“ In vielen Bereichen seien gleichgeschlechtliche Partnerschaften ohnehin rechtlich verheirateten heterosexuellen Paaren gleichgestellt. Kanitz betonte, dass er mit seinem Nein keinesfalls die Gleichberechtigung von gleichgeschlechtlichen Paaren ablehne.

Als „überfällig“ bezeichnete Sabine Poschmann (SPD) das positive Abstimmung zur Ehe für alle. Es sei nur konsequent und folgerichtig gewesen, gleichgeschlechtliche Paare mit traditionellen Ehepaaren gleichzustellen. „Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist höher als in der CDU“, so Poschmann.

Marco Bülow (SPD) ließ mitteilen: „Endlich können alle die heiraten, die es wollen, endlich ist eine Ungerechtigkeit abgeschafft worden.“

Auch Ulla Jelpke, die für die Linke in Dortmund ihr Wahlkreisbüro hat sowie Markus Kurth (Bündnis90/Grüne) stimmten mit Ja.

In einer historischen Entscheidung des Bundestags hat der von Rot-Rot-Grün eingebrachte Gesetzesentwurf der Länder eine klare Zustimmung bekommen. 393 Abgeordnete stimmten dafür, 226 dagegen. Es gab vier Enthaltungen und sieben nicht abgegebene Stimmen.

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