Ehemalige Schmuddelecke am Rosental ist jetzt wieder richtig schön

rnStraßenbild Rosenviertel

Jahrelang ärgerte sich ein Immobilienbesitzer im Rosenviertel über Verunstaltungen in der Umgebung - Graffiti, Aufkleber, Schmierereien. Jetzt wurden sie beseitigt. Nur eins fehlt noch.

Mitte

, 30.05.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Fassadenkletterer, der an der Hauswand des Gebäudes am Rosental/Ecke Olpe hochklettert, kann sich über ein neues, schmuckes Umfeld freuen. Jahrelang musste das lebensgroße Kunstobjekt auf eine schmuddelige Ecke zu seinen Füßen herabblicken.

Ein beklebter, besprühter und mit Kritzeleien verunstalteter Stromkasten, eine ebenfalls durch Graffiti und Aufkleber verhunzte Gartenbank und ein marodes, rostiges Straßenschild verschandelten die Optik.

Seit zehn Jahren hat sich Reinhard Menne, Eigentümer der Immobilie, darüber geärgert und bei den Ämtern Abhilfe gefordert. Doch die verschiedenen Zuständigkeiten machten die Sache schwierig; involviert waren das Tiefbauamt, das Grünflächenamt sowie die Telekom als Eigentümer des Schaltkastens. Nur die Glascontainer, die ihn 2009 noch gestört hatten, sind umgesiedelt worden; alles andere blieb, wie es war.

Bericht hat etwas bewirkt

Nach einem Bericht unserer Redaktion Anfang April änderte sich die Situation dann allerdings ganz schnell. „Die Ämter haben gleich am nächsten Tag reagiert“, sagt Reinhard Menne. Das verrostete Verkehrsschild wurde ausgetauscht, die verschmierte Bank neu gestrichen. Und auch der mit Sprühfarben verunstaltete Stromkasten wurde schnell und unbürokratisch mitgereinigt.

„Der Artikel hat wirklich etwas bewegt“, freut sich Menne, der sich vor allem beim Grünflächenamt und ihrer Leiterin für den Einsatz bedanken möchte.

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Die Verschönerung gefällt auch der Nachbarschaft. Renate Schmitt-Peters (84) von schräg gegenüber hat sich eigens in der Redaktion gemeldet, um das schnelle und erfolgreiche Zusammenwirken der verschiedenen Ämter zu loben.

Rund um die Baumscheibe an der Olpe und der Viktoriastraße hat sie nach der Säuberung eine Bienenweide ausgesät. Jetzt summt und brummt es dort. „Es hat funktioniert“, sagt die ehemalige Schulleiterin. „Ich freue mich immer, wenn an dem sonnigen Platz Leute sitzen.“ Sie meint, solche Verbesserungen in der Innenstadt müssten von den Menschen viel mehr beachtet werden. „Die Stadt ist so fußgängerfreundlich geworden.“

Neue Baustelle auf der Ecke

Die Sitzbank an der sonnigen Ecke ist allerdings vorübergehend trotzdem kein erholsames Plätzchen, denn jetzt wurde genau dort eine neue Straßenbaustelle eingerichtet. Ob Stadt, DEW21 oder Telekom dort ihre Arbeitszelte aufgeschlagen haben und was dort passiert, war trotz Nachfrage bislang nicht zu klären.

Reinhard Menne ist jedenfalls froh, dass die Schandflecken vor seiner Immobilie endlich verschwunden sind. Nur ein Mülleimer, wie es ihn früher gab, der fehlt ihm noch.

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