Ehepaar verirrt sich in der Thier-Galerie

Aus Versehen Fluchtweg genommen

Sie wollten nur zum Weihnachtsmarkt - und landeten in den Tiefen der Thier-Galerie: Ein älteres Ehepaar hat sich auf dem Weg vom Parkhaus des Einkaufszentrums in die City verirrt. Ihre Odyssee endete nach 100 Stufen vor einer Fluchttür.

DORTMUND

, 30.12.2015, 18:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ehepaar verirrt sich in der Thier-Galerie

Die Thier-Galerie in der Dortmunder City.

Der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt in der City begann für ein Ehepaar aus Brechten unglücklich. Bärbel Annuss irrte mit ihrem Mann durch ein Treppenhaus in der Thier-Galerie. Beide sind 76 Jahre alt.

„Wir stellten unseren Wagen auf dem oberen Parkdeck ab und gingen durch die uns am nächsten gelegene Tür in ein helles, geräumiges Treppenhaus“, schildert Bärbel Annuss. Stufe um Stufe gingen sie hinunter. Leider hatten sie einen Fluchtweg erwischt, der ihnen nicht als solcher erschien. „Kein Durchgang zur Ladenstraße“ stand da lediglich an der Eingangstür. „Da wir ja in die Stadt zum Weihnachtsmarkt wollten, war es uns ziemlich egal, durch welchen Ausgang wir das Parkhaus verlassen würden“, so Bärbel Annuss.

100 Stufen wieder hoch

Es gab dann keinen Ausgang. Nur verschlossene Türen. Und unten zur Hövelstraße hin eine Tür, an der steht: „Nur im Notfall öffnen.“ Bärbel Annuss und ihr Mann traten den „Rückzug“ an, gingen gut 100 Stufen wieder hoch und nahmen restlos bedient einen neuen Anlauf in die City.

Centermanagerin Heike Marzen kann den Ärger des älteren Ehepaars verstehen. „Aber wir gehen natürlich davon aus, dass die Besucher, die bei uns parken, auch in die Thier-Galerie möchten. Die Wege zur Ladenstraße sind groß ausgeschildert“, so Heike Marzen. Das Treppenhaus, in das das Ehepaar gegangen sei, sei durch mehrere Piktogramme als Fluchtweg gekennzeichnet.

Gerne möchte die Centermanagerin dennoch jeden Irrtum ausschließen. „Das ist jedoch nicht so einfach. Eine Ergänzung wie ‚Kein Ausgang zur Innenstadt‘ könnte im Notfall dazu führen, dass das Treppenhaus nicht als Fluchtweg genutzt wird. Wir denken aber noch einmal über eine Lösung nach“, so Heike Marzen.

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