Ehrenamtliche ziehen an einem Strang

Ursprünglich sollte es gestern das vorerst letzte monatliche Treffen der Unicef-Arbeitsgruppe (AG) Dortmund werden.

11.02.2008, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ehrenamtliche ziehen an einem Strang

Doch nach dem Rücktritt des Verantwortlichen Geschäftsführers Dietrich Garlichs haben sich die Ehrenamtler gestern entschieden, die Treffen fortzusetzen. "Wir wollen nicht auseinander brechen. Es wird sonst schwierig, die Mitarbeiter irgendwann wieder zusammenzutrommeln", sagt Wolfgang Hübel von der Arbeitsgruppe Dortmund.

Mit Garlichs' Rücktritt allein geben sich die Dortmunder nicht zufrieden. Es sei lediglich der "erste unbedingt erforderliche Schritt", heißt es in einem Brief der Arbeitsgruppe an den Vorstand von Unicef Deutschland. Da aber jene Vorstandsmitglieder "das geschäftliche Handeln Dr. Garlichs (...) getragen und gerechtfertigt" hätten, sei der Vorstand für "erforderliche Reformen ungeeignet", so Hübel in dem Brief.

Die AG vermisst beim alten Vorstand das gerade für eine Hilfsorganisation so wichtige Ethik-Verständnis, und verlangt von einem neuen Vorstand die Entwicklung eines Leitbildes, die Einführung eines transparenten Kontrollsystems sowie eine Überarbeitung der Satzung. Damit, so hoffen die Dortmunder, wollen sie das verloren gegangene Vertrauen der Öffentlichkeit wiedergewinnen.

Bereits laufende Projekte will die AG fortführen, den Grußkartenverkauf aber nur noch auf Dienstagvormittag beschränken und das Spendensammeln einstellen - das bekräftigten die Ehrenamtlichen bei ihrer gestrigen Sitzung. Auf neue Projektpatenschaften wird verzichtet. Bis zum Beirat habe sich der Widerstand der Dortmunder schon herumgesprochen, grübelt Hübel. Fragt sich nur, wann und welche Früchte er trägt. bel

<p>Wolfgang Hübel. Belouanas</p>

<p>Wolfgang Hübel. Belouanas</p>

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