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Eichenprozessionsspinner schon auf 1700 Bäumen: Stadt ergreift ungewöhnliche Maßnahmen

rnGefährliche Raupe

Mehr als 1700 Bäume sind vom Eichenprozessionsspinner befallen – eine Gefahr auch für zehntausende Kirchentags-Besucher. Und die Gefahr ist noch lange nicht vorüber. Das tut die Stadt.

Dortmund

, 18.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Seit zwei Wochen breitet sich die für Menschen gesundheitsgefährdende Raupe des Eichenprozessionsspinners in Dortmund aus. Rund 1700 Bäume (Stand: Dienstag, 12 Uhr) sind laut Baudezernent Arnulf Rybicki mittlerweile von den Nestern des Schmetterlings befallen. „Das ändert sich stündlich“, sagt er.

Vor dem Start des Kirchentags am 19. Juni (Mittwoch) erweitert die Stadt Dortmund jetzt ihre Bemühungen, das Problem in den Griff zu bekommen.

Das sind die drei wichtigsten Schritte:

  • Einrichtung einer 24-Stunden-Telefon-Hotline und einer E-Mail-Adresse für Meldungen.
  • Die Stadt hilft jetzt auch privaten Trägern von sozialen Einrichtungen wie Kindergärten. Denn die haben aktuell kaum Chancen, Fachfirmen zu finden, weil alle ausgebucht sind.
  • Es gibt eine enge Abstimmung mit den Organisatoren des Kirchentages. Die Rettungssanitäter vor Ort sind vorbereitet und halten etwa größere Mengen Anti-Histamine vor, um mögliche allergische Reaktionen auf die feinen Brennhaare der Raupe zu behandeln.

So läuft es mit der Hotline

Bis Sonntag (23. Juni) bietet die Verwaltung eine 24-Stunden-Hotline an, über die Bürger befallene Stellen melden können. Die Rufnummer lautet: (0231) 50-13247. Nach dem Kirchentag bleibt die Nummer weiter frei verfügbar (montags bis freitags, 9 bis 18 Uhr).

Zudem können Funde über die E-Mail-Adresse raupenmelder@dortmund.de gemeldet werden.

Auf beiden Kanälen sollten dabei folgende Fragen beantwortet werden:

  • Wo ist der Befall?
  • Wann wurde er genau festgestellt?
  • Gibt es in der direkten Umgebung Schule, Spielplatz, Kindertageseinrichtung, Altenheim oder Krankenhaus?
  • Wer ist Eigentümer des Grundstücks?

Kindergärten und Schulen haben Vorrang gegenüber Parks

Die Mitarbeiter des Tiefbauamts werden zuerst an sozialen Einrichtungen für Kinder tätig. Erst danach werden Raupen an Straßenrändern oder in Parks beseitigt. In rund 100 Schulen sind Besucher des Kirchentags untergebracht.

Der Fredenbaumpark und der Hoeschpark werden noch länger gesperrt bleiben. Sorgen bereitet das aktuell vor allem den Veranstaltern des Hoeschparkfests, das am 7. Juli (Sonntag) stattfinden soll.

Dem Tiefbauamt stehen täglich acht Kolonnen mit je zwei Mitarbeitern zur Verfügung. „Wir haben alle verfügbaren Fachfirmen unter Vertrag und auch eigene Mitarbeiter im Einsatz“, sagt Arnulf Rybicki. Weil alle Firmen in NRW ausgelastet sind, hilft das Tiefbauamt auch privaten Trägern von sozialen Einrichtungen.

Die Saug-Kolonnen schaffen mit Hubsteiger, Spezial-Saugern und Komplett-Schutz rund 100 Bäume pro Tag. Dementsprechend könnte es rund drei Wochen dauern, bis das Problem beseitigt ist - wenn sich die Raupe nicht noch weiter ausbreitet.

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