Durch die Ausgangssperre wird Dortmund zwangsweise zur Geisterstadt. © Björn Althoff
Polizei und Ordnungsamt

Ein einsamer Poser – Bilanz zur ersten Ausgangssperren-Nacht in Dortmund

Die erste vollständige Nacht mit Ausgangssperre liegt hinter den Dortmunderinnen und Dortmunder. Die Stadt zieht Bilanz: Es war zwar überwiegend ruhig, aber ein Poser fiel trotzdem auf.

Seit Freitag (23. April) gilt das neue Infektionsschutzgesetz in ganz Deutschland. Eine Neuerung im Gesetzestext: die flächendeckende Ausgangssperre bei einer Inzidenz über 100.

Die Inzidenz liegt in Dortmund weit über diesem Wert, weshalb man ab 22 Uhr nicht mehr sein Haus verlassen darf. Bis 5 Uhr morgens am nächsten Tag.

Ein Poser musste sein Auto abgeben

Die Nacht zu Sonntag (25. April) war die erste „ganze Nacht“ mit Ausgangssperre in Dortmund. Ordnungs- und Rechtsdezernent Norbert Dahmen zog in der Pressekonferenz nach der Sitzung des Verwaltungsvorstandes der Stadt Dortmund eine Bilanz von der ersten Ausgangssperren-Nacht.

Laut Dahmen seien neben der Polizei mehrere Teams des Ordnungsamtes im Einsatz gewesen. 49 Personalien wurden festgestellt, sechsmal wurde eine mündliche Verwarnung ausgesprochen. 22-mal wurden Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht. Eine Strafanzeige gab es wegen einer Schlägerei.

Ein einzelner Poser hat sich wohl nicht für die Ausgangssperre interessiert oder nichts von ihr mitbekommen: Norbert Dahmen berichtete, dass sein Fahrzeug auf Phoenix-West von der Polizei sichergestellt wurde.

„Es war vergleichsweise ruhig in der Nacht“, so das Fazit des Dortmunder Rechts- und Ordnungsdezernenten. Vereinzelt seien Jogger und Hunde-Besitzer unterwegs gewesen.

Über den Autor
Reporter
1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
Zur Autorenseite
Robin Albers

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.