Ein Hauch von Ascot auf der Dortmunder Rennbahn

St. Leger

Zwischen Klappstuhl, Currywurst und Hut mit Feder. Das hoch dotierte St. Leger auf der Galopprennbahn in Wambel gilt als Höhepunkt der Saison. Am Sonntag hat es wieder viele Klischees bedient und dabei doch in keine Schublade gepasst.

DORTMUND

von Von Dagmar Hornung

, 16.09.2012, 19:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mondän: Auch das war das 128. Deutsche St. Leger.

Mondän: Auch das war das 128. Deutsche St. Leger.

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So war das 128. St. Leger abseits der Rennbahn

Es ist der Höhepunkt der Rennsaison: Am Sonntag waren auf der Galoppbahn in Wambel die schnellen Pferde unterwegs. Abseits der Bahn gab es aber auch viel zu sehen. Damen mit Hut, Männer im Frack und Kinder, die auch ohne Pferde ganz viel Spaß hatten.
16.09.2012
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Manche Besucher brachten einen Hauch von Ascot nach Wambel: Einige Damen kamen mit Hut zum Pferderennen. © Nils Foltynowicz
... beim Bullenreiten....© Nils Foltynowicz
... beim Ponyreiten...© Nils Foltynowicz
..., das bei vielen Kindern beliebt war,...© Nils Foltynowicz
... übten sich in Jonglage,...© Nils Foltynowicz
... oder tobten auf der Hüpfburg.© Nils Foltynowicz
Die Erwachsenen genossen dagegen das herrliche Wetter. © Nils Foltynowicz
Dieses Paar brachte mondänen Charme auf die Rennbahn. © Nils Foltynowicz
Tausende Besucher kamen zum 128. Deutschen St. Leger. © Nils Foltynowicz
Die beiden waren die Sieger: Altano, das Pferd der Tierärztin Ingrid Hornig, trainiert von Andreas Wöhler, ist mit Jockey Eduardo Pedroza als erstes ins Ziel galoppiert.© Nils Foltynowicz

Tausende Besucher ließen sich die heißen Rennen bei strahlendem Sonnenschein nicht entgehen. Darunter auch Familie Degner, die in der Nähe der Galopprennbahn wohnt. Sie sind quasi Stammgäste am Geläuf. 

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So war das 128. St. Leger abseits der Rennbahn

Es ist der Höhepunkt der Rennsaison: Am Sonntag waren auf der Galoppbahn in Wambel die schnellen Pferde unterwegs. Abseits der Bahn gab es aber auch viel zu sehen. Damen mit Hut, Männer im Frack und Kinder, die auch ohne Pferde ganz viel Spaß hatten.
16.09.2012
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Manche Besucher brachten einen Hauch von Ascot nach Wambel: Einige Damen kamen mit Hut zum Pferderennen. © Nils Foltynowicz
... beim Bullenreiten....© Nils Foltynowicz
... beim Ponyreiten...© Nils Foltynowicz
..., das bei vielen Kindern beliebt war,...© Nils Foltynowicz
... übten sich in Jonglage,...© Nils Foltynowicz
... oder tobten auf der Hüpfburg.© Nils Foltynowicz
Die Erwachsenen genossen dagegen das herrliche Wetter. © Nils Foltynowicz
Dieses Paar brachte mondänen Charme auf die Rennbahn. © Nils Foltynowicz
Tausende Besucher kamen zum 128. Deutschen St. Leger. © Nils Foltynowicz
Die beiden waren die Sieger: Altano, das Pferd der Tierärztin Ingrid Hornig, trainiert von Andreas Wöhler, ist mit Jockey Eduardo Pedroza als erstes ins Ziel galoppiert.© Nils Foltynowicz

Im Campingstuhl auf der Wiese sitzen sie gut, während der Boden unter den Hufen der Galopper zu beben beginnt. Ihr kühles Getränk in der einen, den Tippschein in der anderen Hand. Verpflegung wird von zuhause mitgebracht. „Was das St. Leger von anderen Rennen abhebt, sind die Besuchermassen“, sagte Angelika Degner.

Es sei schön, wenn an der Bahn etwas los ist. Umso mehr verärgerte sie, dass gerade am Sonntag nur acht von 20 Wettschaltern geöffnet waren. Auch wenn sich die meisten Gäste, wie die Degners, mit ihrem Rennbahnoutfit nicht mehr an althergebrachten Konventionen orientierten, war doch jeder still und heimlich Suchender. Auf der Suche nach dem mondänen Charme, dem historisches Flair, dass man sich von einer derart prestigeträchtigen Veranstaltung erhoffte. Und schließlich, vereinzelt aber wahrhaftig, tauchten sie auf: die bunten Hüte. Mal mit Feder, mal mit Schleier geschmückt. Von jungen und älteren Damen gleichermaßen getragen. Männer bevorzugten das Modell Strohhut – als komfortablen Sonnenschutz.

Die ehemalige Laborantin Marianne Herwig war eine der raren Hutträgerinnen. „Früher war auch hier in Dortmund alles etwas nobler“, erinnerte sie sich. Trotzdem fühle sie sich auch heute noch super mit Hut. Es war gerade der Mix aus alt und jung, arm und reich, den vornehmen und den einfachen Leuten, der dem Dortmunder Rennen seinen ungewöhnlichen Charme verlieh. Da war der Sport fast Nebensache. Altano, das Pferd der Tierärztin Ingrid Hornig, trainiert von Andreas Wöhler, ist mit Jockey Eduardo Pedroza als erstes ins Ziel galoppiert.

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