Ein Sieg für die Hundehalter?

DORTMUND Zwischen Wohlwollen und Skepsis schwanken die Reaktionen auf den „Hunde-Kompromiss“ von Stadt, Natur- und Tierschützern. Er sieht vor, in fünf Dortmunder Wäldern trotz ihrer Ausweisung als Naturschutzgebiet auf den Wegen weiterhin das Freilaufen lassen von Hunden ohne Leine zu erlauben.

von Von Oliver Volmerich

, 19.07.2007, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dazu soll der Leinenzwang auch auf freiem Feld aufgehoben werden, so dass es stadtweit ausreichend Flächen für freilaufende Vierbeiner gibt.Ein Vorschlag, der wie erwartet bei der CDU eher auf Skepsis stößt. Die Christdemokraten sehen generell die Komplett-Ausweisung der Dortmunder Wälder als Naturschutzgebiete kritisch.

Dass jetzt beispielsweise in Bolmke oder Bittermark Ausnahmen von den strengen Regeln gemacht werden, nähre die Frage, ob die Gebiete wirklich naturschutzwürdig sind, meint der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Udo Reppin.Als Vorsitzender der Kreisjägerschaft sieht Reppin aber auch die geplante Aufhebung der Leinenpflicht außerhalb von Wäldern und bebauten Bereichen.

„Mit Blick auf die Wildtiere ist das nicht unproblematisch“, stellt Reppin fest. Für ihn ist der Kompromissvorschlag deshalb eher ein Sieg für die Hundehalter. „Der Naturschutz hat sich der Lobby-Arbeit gebeugt“, so der Eindruck des CDU-Ratsherrn. Eher auf Zustimmung stößt der Kompromiss bei SPD und Grünen. „Es ist gut, dass die Hauptbetroffenen selbst eine Lösung gefunden haben“, stellt Grünen-Ratsfrau Ingrid Reuter fest. Und auch SPD-Planungssprecher Helmut Harnisch signalisiert eine wohlwollende Prüfung des Vorschlags.