Ein Stern für Lars Ricken - CL-Sieg 97

BVB-Walk of Fame

DORTMUND Stunden später zählten die TV-Experten seine Schritte: Es waren 14. Exakt 14 Schritte und 20 Sekunden benötigte Lars Ricken, um nach seiner Einwechslung in der 70. Minute das Champions League Endspiel zu entscheiden.

von Von Benedikt Ophaus

, 12.11.2009, 17:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lars Ricken, heute Jugendkoordinator des BVB, ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein.

Lars Ricken, heute Jugendkoordinator des BVB, ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein.

An das wichtigste Tor seiner Laufbahn kann er sich ganz genau erinnern: „Ich saß 70 Minuten auf der Bank. Da hatte ich genug Zeit zu sehen, dass Juves Torwart Peruzzi weit vor dem Tor stand. Als Andreas Möller mich dann anspielte, nutzte ich das aus.“ Der Ball landete im Winkel, Ricken lief mit offenen Armen in Richtung Mitspieler, Kommentator Marcel Reif überschlug sich vor Freude: „Die Gebrüder Grimm drehen sich im Grabe um!“ Das Fußball-Märchen um Ottmar Hitzfeld, eingeleitet durch zwei Riedle-Treffer, war perfekt. „Es ist schön, dass wir die BVB-Geschichte mitgestaltet haben und das auf dem Walk of Fame gewürdigt wird“, sagte Ricken. Manfried Lehrke verbindet eine besondere Geschichte mit dem 28. Mai 1997: „Meine Frau Kerstin schenkte mir zwei Karten für das Endspiel. Dabei hatte sie die Karten noch gar nicht.“

Der Zufall machte es möglich: Lehrke, Geschäftsführer eines Reifenhandels an der Semerteichstraße, und seine Frau saßen tatsächlich im Olympiastadion. „Da mussten wir diesen Stein einfach kaufen“, sagte Lehrke. Seine Frau freute sich besonders: „Ich habe Lars Ricken kennengelernt. Meine Töchter werden neidisch sein.“ 

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