Neue Raupenplage droht - Die Vorbereitungen laufen bereits

rnEinchenprozessionsspinner

Nach der Invasion der gefährlichen Eichenprozessionsspinner-Raupen im Vorjahr bereitet sich die Stadt Dortmund auf die Rückkehr der Insekten vor. Die nächsten Wochen sind entscheidend.

Dortmund

, 25.02.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die milde Witterung 2019 bescherte der Population des Eichenprozessionsspinners in Nordrhein-Westfalen einen bis dato ungeahnten Auftrieb - und den Mitarbeitern der Stadt unzählige Arbeitseinsätze.

Denn von den Raupen des Falters geht Gefahr für Mensch und Tier aus. Genauer gesagt sind es die mit Widerhaken versehenen Brennhaare der Insekten, die bei Hautkontakt zu Knötchen, Entzündungen und starkem Juckreiz führen können.

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Einatmen der Haare kann Asthma und Bronchitis verursachen. Ebenso sind allergische Schockreaktionen nicht ausgeschlossen.

Maßnahmen ergriffen

2019 waren über tausend Bäume in Dortmund vom Eichenprozessionsspinner befallen. Um die Bevölkerung zu schützen, sperrte die Verwaltung Parks, Alleen und Friedhöfe. Betroffen waren zum Beispiel der Fredenbaumpark oder der Schulte-Witten-Park. Gemeinsam mit externen Unternehmen zogen Kolonnen des Tiefbauamtes aus, um die Raupennester von betroffenen Bäumen abzusaugen.

Außerdem wurde ein Notfalltelefon für die Dortmunder Bürger eingerichtet, Warn- und Informationshinweise von der Stadt veröffentlicht.

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Auswertung der Bekämpfung 2019

Laut Stadtsprecher Christian Schön soll im März eine ausführliche Auswertung der Eichenprozessionsspinner-Saison 2019 den politischen Gremien vorgelegt werden.

Auch will die Stadt Dortmund dann eine Strategie zur Bekämpfung der Insekten in 2020 vorstellen. Denn: "Nach dem starken Auftreten der Raupen in 2019 ist damit zu rechnen, dass auch in diesem Jahr wieder Raupen auftauchen werden. Daher bereitet sich die Stadt auf allen Ebenen vor", so Schön.

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Wie sich die Population tatsächlich in 2020 entwickeln werde, hänge von Witterung und Wetter in Frühjahr und Sommer ab. Die Saison beginne laut Christian Schön gegen Ende April.

Vorher nicht zu entdecken

"Dann bilden die Larven die Brennhaare aus. In den vorherigen Stadien sind die Insekten praktisch kaum zu entdecken", erklärt Christian Schön.

Die Brennhaare der Raupen bleiben auch gefährlich, wenn die Falter bereits geschlüpft sind. Daher bestand Gefahr, dass Überbleibsel durch die Stürme Sabine und Victoria in den vergangenen Tagen auch hätten weitergetragen werden können. In Dorsten kam es zum Beispiel zu einer Situation, in der die alten Nester verweht wurden.

"Es ist der Stadt nicht bekannt, dass die Stürme etwaige Überreste von Brennhaaren in Bewegung gesetzt hätten", sagt Stadtsprecher Schön auf Anfrage. Meldungen über Gesundheitsbeschwerden, die in einem solchen Zusammenhang stehen könnten, seien dem Gesundheitsamt nicht bekannt.

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