Eine Ära geht zu Ende

Hörde "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge" - das St.- Josefs-Hospital verabschiedete gestern seine letzten Vincentinerinnen.

12.09.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Und dankte ihnen für "140 Jahre Dienst am Menschen". Denn so lange währte die Mithilfe der Ordensschwestern in dem Hörder Krankenhaus insgesamt. Drei der Schwestern waren bis zuletzt in Pflege, Seelsorge und Cafeteria tätig. "Im Jahre 1867 hätte das St.-Josefs-Hospital ohne die Schwestern nicht entstehen können", sagte gestern Dr. Heinz Niemann, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Katholischen St. Lukas Gesellschaft, Träger des Krankenhauses. "Lange Zeit waren bis zu 50 Nonnen in allen Bereichen der Klinik beschäftigt." Noch bis vor etwa zehn Jahren hatte die Mitarbeit einiger Vincentinerinnen in Verwaltung, Apotheke und Krankenpflegeschule Bestand. "Doch die Schwestern wurden immer älter und es gibt keine Nachfolgerinnen", bedauerte Clemens Galuschka. Die verbliebenen drei Schwestern Giseltrud Dornhege, Oswina Aue und Ludberga Schneider zählen nun zwischen 75 und 80 Jahren. Zwei von ihnen gehen in den Ruhestand, eine bleibt in Paderborn in der Seelsorge tätig. In der Stiftskirche St. Clara fand gestern ein Abschiedgottesdienst zu ihren Ehren statt. Heimatforscher Willi Garth stellte seine Chronik vor, die den 140-jährigen Dienst zusammenfasst. "Für unser Krankenhaus geht eine Ära zu Ende", so Clemens Galuschka. "Wir können nur versuchen, den guten Geist der Schwestern zu bewahren." Caroline Uschmann

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