B54-Abfahrt stand unter Wasser

rnBundesstraße 54

Ein Sturzregen reichte schon, um die Abfahrt an der B54 praktisch unpassierbar zu machen. Die Stadt reagierte einen Tag später, doch nicht nur das Wasser sorgt hier für Diskussionen.

Hacheney

, 01.10.2019, 15:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Anruf kam prompt von einem Mitglied der Bürgerinitiative Hacheney. Die kämpft schon seit Jahren um ein vernünftiges Verkehrskonzept in dem südlichen Dortmunder Stadtteil. Die Abfahrt Hacheney der B54 stand unter Wasser. Der Gully war dicht und nichts ging mehr.

Immer, wenn es stärker regnet, würde die Kurve unter Wasser stehen, so ein Mitglied der Bürgerinitiative. Vor drei Wochen habe man das der Stadt schon mitgeteilt und jetzt, nach den starken Regenfällen von Sonntag auf Montag, hätte die Abfahrt wieder unter Wasser gestanden.

Mehrmals haben man die Stadt schon verrucht zu informieren

„Die Autos kommen von der Bundesstraße und müssen bremsen, weil sie ja auch nicht wissen, wie tief das Wasser ist“, so eine Sprecherin. Man habe von der Bürgerinitiative mehrmals versucht, die Stadt Dortmund zu informieren - ohne Erfolg.

Am Dienstag (1.10.) schüttete es wieder aus Kübeln. Aber diesmal hatte die Stadt Dortmund reagiert. Mitarbeiter der Stadt waren gegen 10 Uhr vor Ort und machten den Gully frei, das Wasser konnte ablaufen, die erwartete riesige Pfütze blieb aus. Ob die Tätigkeiten der städtischen Mitarbeiter auf der Intervention der Bürgerinitiative beruhen oder ob die Anfrage unserer Redaktion die Reinigung des Gullys bewirkt hat, bleibt offen. Auf jeden Fall läuft das Wasser wieder ab. „Dieser Schacht wurde als Sofortmaßnahme gereinigt, um die Situation zunächst zu entschärfen. Das weitere Vorgehen wird nun in Abstimmung zwischen Tiefbauamt und Stadtentwässerung geklärt“, sagte Stadtpressesprecher Maximilian Löchter.

Die Abfahrt ist nur ein Provisorium

Jetzt ist es aber nicht nur das Regenwasser, das an der B54-Abfahrt Hacheney stört. Gebaut als Provisorium, zeigen immer wieder Kleinigkeiten, dass die Straße den Ansprüchen einfach nicht mehr genügt. Zu schmal, schlechte Kanalisation und eine kurvige Straßenführung.

Mehrmals hat sich die Hörder Politik in der Bezirksvertretung schon bemüht, einen Umbau der Abfahrt herbeizuführen - und das parteiübergreifend. Es geht nämlich um ein Verkehrskonzept, das Hacheney entlasten soll.

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Die Abfahrt ist nur ein Teil davon. Der Blick der besorgten Anwohner geht in die Zukunft. So wird an der Hacheneyer Straße eine neue Suchtklinik gebaut. Direkt am Rombergpark. Die verspricht vollere Straßen und kostete Parkplätze. Dann ist da noch die ehemalige Gehörlosenschule. Auf dem Gelände sollen Häuser entstehen. Der ganze Verkehr fließt dann wieder über die Abfahrt Hacheney und die Hacheneyer Straße.

Das neue Konzept ist beantragt

In der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung Hörde stellte die SPD einen Antrag für ein neues Verkehrskonzept für Hacheney. „Auch in der CDU-Ratsfraktion ist das schon lange ein Thema“, sagt Michael Depenbrock, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der BV-Hörde. „Es ist beantragt, aber das umzusetzen dauert eben ein wenig.“

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