Eine Mutprobe beim Zirkus Flic Flac

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Sternförmig streckt sie Arme und Beine von sich. Bewegungslos vor Angst, von einem Motorrad berührt zu werden, liegt sie auf dem Boden. Sie spürt ihren Puls – ihr Herz schlägt immer schneller. Es ist mal eine ganz andere Showtime im Zirkus Flic Flac.

DORTMUND

, 31.12.2016, 05:30 Uhr / Lesedauer: 3 min
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.

Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.

Die Motorengeräusche werden lauter. Sie traut sich nicht, den Kopf zu drehen, um zu schauen, wo sie herkommen. Da taucht das Motorrad plötzlich unmittelbar über ihrem Kopf auf.

Beim Zirkus Flic Flac im schwarz-gelben Zelt auf dem Westfalenhallen-Parkplatz an der Victor-Toyka-Straße versetzen Ausnahmekünstler das Publikum in der Weihnachtszeit mit Weltklasse-Akrobatik und atemberaubenden Stunts ins Staunen. Das Zuschauen allein ist für die meisten Besucher genug Nervenkitzel. Doch wie fühlt es sich an, selbst auf dem Hochseil zu balancieren, im Todesrad seine Runden zu drehen oder eben unter die Räder eines Motorrads zu geraten? Unsere Mitarbeiterin Patrica Zernik hat es ausprobiert:

Hochseil:

In rund sechs Metern Höhe erwartet mich Leo Aragon, ein Artist aus Kolumbien. Zusammen mit ihm werde ich über das 15 Meter lange Drahtseil auf die andere Seite der Bühne laufen. Mir kann nichts passieren, ich bin mit einem Geschirr gesichert. Leo hingegen vertraut darauf, dass ich ihn nicht mit in die Tiefe reiße, sollte ich das Gleichgewicht verlieren. Zaghaft halte ich mich an seinen Schultern fest. Der erste Schritt ist gar nicht so schlimm, mit dem zweiten verliere ich jedoch den festen Boden unter meinen Füßen. Ich werde nervös und bleibe stehen. Mir wird klar, dass ich keine Ahnung habe, wie ich meinen Fuß auf das Seil setzen soll. Gerade zum Seil – nicht quer! Ich möchte nicht neben das Seil oder meinem Vordermann in die Hacken treten. Alles in mir sträubt sich dagegen, nach unten zu gucken, aber mir bleibt nichts anderes übrig. Im Gleichschritt balancieren Leo und ich über das Seil. Erst den rechten, dann den linken Fuß, und immer so weiter. Nur wenige Meter vor dem Ziel bringt mich etwas aus der Fassung: Das Seil ist zu stark gespannt; es geht leicht bergauf. Ich fange an zu zittern, meine Atmung wird schwer und mein Herz schlägt wie wild. Nur noch ein kleines Stück, dann endlich ist es geschafft.

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Mutprobe beim Zirkus Flic Flac

Mutprobe beim Zirkus Flic Flac
30.12.2016
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Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
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Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
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Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
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Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze
Unsere Reporterin Patrica Zernik hat sich der Mutprobe beim Zirkus Flic Flac gestellt - und bestanden.© Foto: Stephan Schütze

Todesrad:

Dagegen wirkt der Rundlauf im Todesrad – ein achteinhalb Meter langes Metallgestell, dass sich um die eigene Achse dreht – wie eine Fahrt auf dem Kinderkarussell. Das Gestell besteht aus zwei überdimensional großen Hamsterrädern, die über ein längliches Gerüst miteinander verbunden sind. Während das Rad sich dreht, laufen die Artisten in der Show mit einem blickdichten Sack über dem Kopf in den Hamsterrädern, springen Seil, schlagen Salti oder klettern auf die Außenseite und laufen da weiter. Auf die Salti habe ich verzichtet – und ehrlich gesagt auch auf die anderen Dinge. Statt in dem für die Akrobaten üblichen Joggingtempo, laufe ich auch eher mit einer Geschwindigkeit wie bei einem gemütlichen Spaziergang. Ein Spaziergang in beeindruckender Höhe. Mein Blick ist starr auf den Metallboden gerichtet. Unangenehmerweise eine Art Gitter, durch das ich durchgucken kann. Umso schneller sich das Rad bewegt, umso mehr zerfließt das Metall jedoch zu einem durchgehenden dunkelgrauen Streifen. Dass ich am höchsten Punkt des Rades angekommen bin, merke ich erst, als es wieder runter geht. Ich verliere das Gleichgewicht, kann mich aber an zwei seitlich angebrachten Bändern festhalten und laufe weiter. Nach der ersten Runde werde ich mutiger: Ich gucke mich auf höchster Stelle im Zelt um, winke sogar.

Motorrad:

Als ich jünger war, bin ich schon vor keiner Mutprobe zurückgeschreckt. Eine davon war es, eine Hand flach auf den Tisch zu legen, die Finger auseinanderzuspreizen und mit einem Messer in der anderen Hand zwischen den Zwischenräumen hin und her zu springen. Auf der Bühne des Zirkuszeltes liegend fühle ich mich wie eine riesige Hand. Und das Motorrad über mir ist mein Messer. Nur liegt es nicht in meiner Hand, sondern in den Händen von Motocrossfahrer Chris Bruand. Ich höre, wie das Motorrad beschleunigt. Die Abgase steigen mir in die Nase und ich spüre den Windzug auf meiner Haut, als es nur wenige Zentimeter über meinen Körper hinwegfliegt. Vor Schreck schließe ich die Augen. Chris fährt um mich herum und pendelt mit den Rändern immer wieder über meinem Kopf und meinen Gliedmaßen. Ich halte die Luft an. Erst als er grinsend vor mir stehen bleibt und mir die Hand reicht, atme ich weiter. Mutprobe geschafft.

Flic Flac gastiert bis 8. Januar (Sonntag) auf dem Parkplatz E an der Victor-Toyka-Straße. Karten gibt es in vier Kategorien (22 bis 49 Euro), ermäßigt 19 bis 45 Euro.
Vorverkauf im Service-Center der Ruhr Nachrichten, Silberstraße 21, an der Zirkuskasse und .

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