Volker Hartmann als Inhaber des Geschäfts ist stolz auf die erzielte Auszeichnung. Er führt diese auch maßgeblich auf die Arbeit seiner Mitarbeiter zurück. © Tabea Prünte
Bundesweite Auszeichnung

Eines der besten Laufsportgeschäfte Deutschlands ist in Dortmund

Joggen ist für viele im Corona-Jahr ein Ausgleich für Heimarbeit und weggefallene Kontaktsportarten geworden. Ein Dortmunder Laufsportgeschäft wurde nun zum bundesweit besten gekürt.

„Wie bist du denn auf uns aufmerksam geworden“, fragt der kassierende Verkäufer die aktuelle Kundin. Gesiezt wird hier nicht. „Eine Freundin hat es mir empfohlen, hier unbedingt mal vorbeizukommen. Das habe ich direkt gemacht und bin ja absolut begeistert“, antwortet die zufriedene Kundin. Sie ist fündig geworden.

Einladend weht vor der Eingangstür eine Fahne mit der großen Aufschrift „Bunert“. Verschiedene Sportklamotten hängen an Kleiderstangen an den Wänden, zunächst sticht jedoch die geschwungene Wand voller Laufschuhe ins Auge. Die Auswahl an Sportartikeln ist sichtlich groß.

Offizielle Auszeichnung für Bunert-Laufgeschäfte

Doch vor allem durch die stabilen Preise und das qualifizierte Personal überzeuge die Marke Bunert, die auch einen Standort in der Dortmunder Kaiserstraße hat, heißt es laut dem Magazin SAZ Sport. Und genau dafür ist die Marke Bunert nun offiziell als bester Händler in der Kategorie Running ausgezeichnet worden.

„Die Auszeichnung zeigt uns gegenüber natürlich eine sehr hohe Wertschätzung“, so Volker Hartmann, Inhaber des Geschäfts am Dortmunder Standort. Zwar sei das Marketing der 14 Geschäfte unter der Dachmarke Bunert miteinander verbunden, „aber vor allem möchten wir auch mit jedem Geschäft individuell bleiben“, erklärt Hartmann und sieht sich und seine Arbeit auch persönlich durch die Auszeichnung geehrt, „gerade auch in Corona-Zeiten.“

Kreative neue Konzepte helfen dem Geschäft durch die Pandemie

Noch im März musste das Geschäft durch den ersten Lockdown fünf Wochen lang beinahe komplett ohne Umsatz auskommen. Inhaber Hartmann und sein Team haben sich Alternativen überlegt, wie sie die Kunden trotz Geschäftsschließung weiterhin betreuen konnten. So wurde zum Beispiel ein Online-Tool entwickelt, das Kunden den Schuhkauf von Zuhause aus erleichtern sollte.

„Man muss halt kreativ sein“, so Hartmann. „Wo viele in der Zeit stillgestanden haben, haben wir trotz der misslichen Lage Business gemacht.“ Dabei betont er, dass er sich natürlich glücklich schätzen könne in der derzeitigen Situation: „Ich möchte im Moment keinen Gastronomie-Betrieb haben und in deren Haut stecken.“

Trotz Corona Verkaufsboom in den letzten Monaten

Nach dem ersten Lockdown hat das Geschäft in den letzten Monaten dann einen regelrechten Boom erlebt. „Wir haben das unendliche Glück – was für andere das Riesenpech ist – dass Laufen als einziger Sport noch geht“, so Hartmann.

Und auch das gute Wetter bis spät in den Herbst hinein habe seinen Anteil geleistet. „Ich habe einfach noch nie so viele Läufer gesehen – am Phoenixsee oder im Rombergpark zum Beispiel.

Geschäftsführer sieht Auszeichnung als Bestätigung seiner Arbeit

„Die Auszeichnung ist wie ein Stempel, der uns jetzt aufgedrückt wird“, so Hartmann in Bezug auf die Bemühungen der vergangen Monate. „Das ist die Bestätigung, dass wir alles richtig machen.“

Er ist stolz auf das Gesamtpaket, das er in seinem Laden bieten kann: „Dazu gehört das Personal, das beste Arbeit leistet, die Lieferanten, die uns im Hintergrund mit der besten Ware versorgen, damit wir hier die besten Schuhe anbieten können.“

Individuelle Beratung als Alleinstellungsmerkmal

„Ein Restaurant kann noch so gut sein – aber wenn der Kellner schlecht ist, dann schmeckt auch das Essen nicht“, erklärt Hartmann. Über Emotionen gehen, Laufen verkaufen, „Läufer für Läufer“, besagt daher das Konzept des Geschäfts und auch Hartmann selbst ist seit Jahren ambitionierter Läufer.

Die persönliche Begeisterung spiegelt sich auch in der Kundenberatung wider. Hartmann achte dabei darauf, dass jeder Läufer eine andere Motivation habe. „Man kann blutige Anfänger nicht genauso wie ambitionierte Marathonläufer beraten“, meint Hartmann. „Wir gucken nach den Beweggründen und holen den Kunden da ab, wo er ist.“

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1998 im Rheinland geboren und seit ein paar Jahren zum Studieren im Ruhrgebiet Zuhause. Verschiedene Menschen und ihre Geschichten - das möchte ich erleben und darüber berichten.
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Tabea Prünte