Einsatz für den Wandel und Dortmunds Grün: Trauer um Wolfgang Weiermann

Nachruf

Trauer um Wolfgang Weiermann: Der SPD-Bundestagsabgeordnete starb am 17. Mai im Alter von 85 Jahren. Der Hoeschianer war überzeugter Nordstädter – und Kämpfer für Dortmunds Grün.

Dortmund

, 22.05.2021, 12:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Weiermann starb im Alter von 85 Jahren.

Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Weiermann starb im Alter von 85 Jahren. © Archiv

Dortmund als Stadt von Kohle, Stahl und Bier – das war die Zeit, die Wolfgang Weiermann als Politiker mitprägte. Aber er stellte auch schon mit die Weichen für den Strukturwandel. Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete starb am vergangenen Montag (17.5.) nach längerer Krankheit im Alter von 85 Jahren.

Vor allem dem Stahl und der Nordstadt war Wolfgang Weiermann eng verbunden. Als gelernter Maschinenschlosser arbeitete er im Werk Phoenix der Hoesch Stahl AG. Als Mitglied der IG Metall seit 1951 wurde er 1972 Betriebsrat im Werk Phoenix und war von 1982 bis 1987 Betriebsratsvorsitzender.

15 Jahre im Bundestag

Eng mit seiner Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit verbunden war auch das politische Engagement Wolfgang Weiermanns. Er war seit 1955 Mitglied der SPD, für die er 1987 als Direktkandidat für den Wahlkreis Dortmund II mit damals satten Mehrheiten von mehr als 60 Prozent in den Bundestag einzog. Bis 2002 gehörte er dem Parlament, anfangs in Bonn und später in Berlin, an und war dort als Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie für den Strukturwandel engagiert.

„Die Belange der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und das Streben nach sozialer Gerechtigkeit standen immer im Mittelpunkt seines Handelns“, würdigt die SPD Eving den Verstorbenen. Man trauere „um einen aufrichtigen Menschen und stets engagierten Politiker“, heißt es im Nachruf seines SPD-Ortsvereins Nordende.

Einsatz für den Fredenbaumpark

Vor seiner Zeit im Bundestag war Wolfgang Weiermann, der von 1991 bis 1997 stellvertretender Vorsitzender des Unterbezirks Dortmund und seit 1989 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen der SPD im Bezirk Westliches Westfalen war, schon kommunalpolitisch aktiv. Von 1969 bis 1987 war er Mitglied im Rat der Stadt und dort von 1975 bis 1987 Vorsitzender des Ratsausschusses „Grünflächen und Umweltschutz“. Der Stadtverband der Kleingärtner ernannte Weiermann zum Ehrenmitglied.

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Eine Grünfläche lag ihm als überzeugter Nordstädter besonders am Herzen: Wolfgang Weiermann war 1994 Mitbegründer des Freundeskreises Fredenbaumpark. „Als langjähriger Vorsitzender hat er mit viel Herzblut und unvergleichlichem persönlichen Einsatz die Geschichte unseres Vereins gelenkt und die Entwicklung des Fredenbaumparks wesentlich beeinflusst“, heißt es im Nachruf des Vereins, dessen Ehrenvorsitzender Weiermann bis zuletzt war.

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