Energiesparlampen lösen Glühbirne endgültig ab

Leuchtmittel

Seit Samstag gibt es nur noch Restbestände von ihr zu kaufen: Die Glühbirne wird im Handel endgültig von Energiesparlampen abgelöst. Doch nicht alle Verbraucher sind über das Ende der alten Leuchtmittel glücklich.

DORTMUND

von Von Tobias Großekemper

, 03.09.2012, 15:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Seit Samstag gibt es nur noch Restbestände der klassischen Glühbirne im Handel zu kaufen.

Seit Samstag gibt es nur noch Restbestände der klassischen Glühbirne im Handel zu kaufen.

Die EU-Kommission hatte das Ende der alten, viel Strom verbrauchenden Glühbirne, schrittweise eingeläutet. Ab September 2009 war Schluss für den Verkauf aller Glühbirnen mit mindestens 100 Watt, in den Folgejahren ging es den Modellen mit 75 und 60 Watt an den Kragen. Seit Samstag gibt es nur noch Restbestände von klassischen Glühbirnen zu kaufen. In den Handel gebracht werden dürfen sie seitdem nicht mehr.

Die Menschen, die sich wegen des Lichts in den eigenen vier Wänden an die Verbraucherzentrale wenden, haben größtenteils zwei Fragen, die sie beschäftigen. „Sehr moniert wird, dass viele Energiesparlampen ihre volle Leuchtkraft nicht sofort ausspielen“, so Mahlich. Zwischen dem Anschalten der Lampe und der vollen Leuchtkraft im Raum vergeht einige Zeit. Ärgerlich ist das zum Beispiel in Treppenhäusern, wo man sich nicht länger aufhalten will. Es gebe aber, so der Umweltberater, auch Energiesparlampen, die „sofort da sind“. Leider könne man das nicht immer an der Verpackung erkennen.

Weniger Ärger sondern mehr Sorge bereitet der Quecksilbergehalt in den Energiesparlampen. Das ist im Moment noch in allen Lampen enthalten. Daher müssen sie, wenn sie nicht mehr funktionstüchtig sind, vom Handel zurückgenommen werden. Auch Recylinghöfe haben entsprechende Rücknahmeboxen.

Problematisch wird es aber, wenn eine solche Lampe zersplittert und dadurch ein Teil des in ihr enthaltenen Quecksilbers freigesetzt wird. Mahlich weiß Rat: „Sollte das passieren, sollte man mit Handschuhen die Reste zusammenkehren und in ein verschließbares Glas tun.“Auch das könne dann bei den Recyclinghöfen abgegeben werden. Einen Staubsauger sollte man nicht benutzen, der würde das ausgetretene Quecksilber nur in der Raumluft verteilen. Wer auf Nummer sicher gehen wolle, könne zum Beispiel für Kinderzimmer, in denen ja eher etwas zu Bruch gehen könne, Energiesparlampen mit einem Splitterschutz erwerben.

Insgesamt sieht Mahlich das Thema gelassen. Der höhere Anschaffungspreis der Energiesparlampen habe sich nach einigen Jahren amortisiert und die Modellauswahl der Leuchtkörper sei sehr groß. „Die Glühbirne ist ein Auslaufmodell.“ Die Zukunft? „Die gehört den LED-Lampen“, so Mahlich. Noch seien sie zwar etwas teurer, dafür aber haltbarer.

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