Entsorgung von Envio-Material soll endlich starten

PCB-Skandal

Die Entsorgung von PCB-belastetem Material auf dem Envio-Gelände im Dortmunder Hafen kann wohl in Kürze beginnen. Insolvenzverwalter kündigte am Donnerstag an, kurzfristig das noch verwertbare Material zu vermarkten. Den Rest der Entsorgung zahlt wohl der Steuerzahler.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 11.04.2013, 15:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hinter dieser Absperrung in der Halle 55 auf dem Envio-Gelände lagert das PCB-verseuchte Material.

Hinter dieser Absperrung in der Halle 55 auf dem Envio-Gelände lagert das PCB-verseuchte Material.

Zerschlagen hat sich die Hoffnung auf eine Entsorgung des kompletten Envio-Materials in einem Zug. Das wäre nur möglich gewesen, wenn die zur weiter bestehenden Envio AG gehörende Grundstücksgesellschaft sich wie angekündigt an der Finanzierung beteiligt oder dafür einen Investor gefünden hätte. Weil auf die Ankündigung bis heute keine Konkretisierung erfolgt sei, habe man sich nun entschieden, eigenständig mit der Entsorgung zu beginnen, erklärte der Insolvenzverwalter. Das bedeutet, dass die Bezirksregierung einspringen und die Entsorgung des nicht verwertbaren Materials in Auftrag geben muss. Weil dazu eine europaweite Ausschreibung möglich ist, ist wieder mit entsprechendem Zeitverzug zu rechnen.   

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