Envio-Skandal: Untersuchungen belegen Gesundheitsschäden

Drastische PCB-Folgen

Bei 46 Personen besteht der begründete Verdacht auf eine Berufskrankheit als Folge des PCB-Skandals um die Firma Envio. Diese Zahl nannte Prof. Thomas Kraus als betreuender Mediziner am Mittwoch im Ausschuss für Stadtentwicklung.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 08.09.2011, 04:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf dem Envio-Gelände sind einige Bereiche immer noch gesperrt.

Auf dem Envio-Gelände sind einige Bereiche immer noch gesperrt.

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Rundgang über das Envio-Gelände

Die Bezirksregierung hat die Sicherheitsmaßnahmen rund um die Skandalfirma Envio erhöht. Ein Rundgang über das Gelände liefert einen Überblick.
06.08.2011
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Immer wieder werden PCB-Belastete Gebäude entdeckt, wie hier die Envio Hallen in Dortmund.© Foto: Oliver Schaper
Hinter dieser Absperrung in der Halle 55 auf dem Envio-Gelände lagert das PCB-verseuchte Material.© Foto: Oliver Schaper
Der Sanierung der PCB-belasteten Envio-Hallen steht noch aus.© Foto: Oliver Schaper
Der Sanierung der PCB-belasteten Envio-Hallen steht nichts mehr im Wege.© Archivfoto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper

Eine auffallende Häufung von Nervenfunktionsstörungen, Hautveränderungen, Leberfunktionsstörungen, Schilddrüsen-Unterfunktion, Angstzuständen, Depressionen und Veränderungen des Immunsystems haben die Experten bei den hoch mit PCB-belasteten Teilnehmern der Studie festgestellt.

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Rundgang über das Envio-Gelände

Die Bezirksregierung hat die Sicherheitsmaßnahmen rund um die Skandalfirma Envio erhöht. Ein Rundgang über das Gelände liefert einen Überblick.
06.08.2011
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Immer wieder werden PCB-Belastete Gebäude entdeckt, wie hier die Envio Hallen in Dortmund.© Foto: Oliver Schaper
Hinter dieser Absperrung in der Halle 55 auf dem Envio-Gelände lagert das PCB-verseuchte Material.© Foto: Oliver Schaper
Der Sanierung der PCB-belasteten Envio-Hallen steht noch aus.© Foto: Oliver Schaper
Der Sanierung der PCB-belasteten Envio-Hallen steht nichts mehr im Wege.© Archivfoto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
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Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
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Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper
Beim Rundgang über das Firmengelände werden die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar.© Foto: Oliver Schaper

Grundlage ist ein Vergleich zwischen hoch und niedrig Belasteten, erläuterte Kraus. Dabei ergaben sich auffallende Unterschiede. In den 46 Fällen, in denen ein „begründeter Verdacht auf Vorliegen einer Berufskrankheit“ gemeldet wurde, beginnen bei den zuständigen Berufsgenossenschaften nun die förmlichen Feststellungsverfahren.

Bis die Betroffenen auf Geld von der Berufsgenossenschaft hoffen können, sind allerdings noch mehrere Hürden zu überwinden, machte Kraus deutlich. Was für manche PCB-Opfer zu existenziellen Nöten führt. „Einige stehen mit dem Rücken zur Wand“, weiß der Mediziner.Ob die sechs Krebserkrankungen bei den Untersuchten im Zusammenhang mit dem PCB-Skandal stehen, ist unklar. „Fest steht, dass die Hochbelasteten hier nicht besonders betroffen sind“, erklärte Kraus. In jedem Falle gehen die Untersuchungen weiter. An diesem Montag wurde die zweite Serie mit umfassenden medizinischen Checks gestartet. Danach gibt es weitere Aufschlüsse über die PCB-Folgen.  

 Derweil setzen die Grünen ihren politischen Zwist mit der Bezirksregierung fort. Willfährigkeit, ja sogar „Kumpanei“ hielt Grünen-Ratsfrau Ulrike Märkel den Behördenvertretern vor, weil sie eine Anfrage zu Genehmigungsverfahren vor der Beantwortung an Envio-Chef Dirk Neupert weitergeleitet hatten. Das war im Januar 2010, also einige Zeit bevor das Ausmaß des PCB-Skandals um Envio bekannt wurde. Dem amtierenden Regierungspräsidenten Dr. Gerd Bollermann hielt Märkel Untätigkeit und Schwäche vor, weil er noch immer keine (personellen) Konsequenzen aus den Versäumnissen der Behörde gezogen habe. Vorwürfe, die Joachim Schmied als Vertreter der Bezirksregierung im Ausschuss vehement zurückwies. 

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