Erfolgreicher Ex-BVB-Trainer sorgt jetzt bei der D-Jugend in Brünninghausen für System

rnFußball in Brünninghausen

Er war wohl einer der erfolgreichsten Jugendtrainer, die Borussia Dortmund je hatte. Peter Wongrowitz spielte bei den BVB-Amateuren und trainiert nun den Nachwuchs des FC Brünninghausen.

Brünninghausen

, 18.09.2019, 14:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Peter Wongrowitz wirkt fit. Die mittlerweile 68 Lebensjahre sieht man ihm wahrlich nicht an. Wongrowitz, der vielen Fußballfans noch als Jugendtrainer von Borussia Dortmund bekannt ist und der unter anderem als Scout für den BVB und den FC St. Pauli unterwegs war und im Seniorenbereich Mannschaften wie den KFC Uerdingen trainierte, hat sich eine neue Aufgabe gesucht.

Die heißt FC Brünninghausen. Und es ist nicht etwa die erste Herren, sondern es ist die D-Jugend. Genauer gesagt die D1 Jugend. U13 heißt das heute, was für Peter Wongrowitz aber von der Sache her überhaupt keine Bedeutung macht.

Ein sehr renommierter Jugendtrainer

Aber wie kommt ein solch renommierter Jugendtrainer nach Brünninghausen? „Ich habe einfach Spaß an meiner Arbeit, und als ich von Brünninghausen eine lockere Anfrage bekam, habe ich gedacht, warum denn nicht?“, sagt Peter Wongrowitz. „Ich habe mich da aber keinesfalls aufgedrängt oder jemandem den Posten weggenommen. Es hat sich einfach so ergeben.“ Und es ist zweifelsfrei so, dass Peter Wongrowitz, der in Herdecke zuhause ist, den jungen FCB-Kickern ohne Ende Erfahrung mit auf den Weg geben kann. Denn, dass er Jugend kann, das hat er über 20 Jahre lang bei der Dortmunder Borussia unter Beweis gestellt.

Aber bevor es bei den Schwarzgelben in der Jugend so richtig rund ging, ging Peter Wongrowitz zu den Blauweißen in die verbotene Stadt. Unter Klaus Fichtel sammelte er ein Jahr wertvolle Erfahrung. „Ich war damals ein junger Trainer und unerfahren und ich habe in dem Jahr viel gelernt“, sagt Peter Wongrowitz. Dann wurde Michael Skibbe, der damals beim BVB unterwegs war, auf ihn aufmerksam und lotse ihn nach Dortmund. Die B-Jugend des BVB war von da an Wongrowitz‘ Aufgabe - und die erfüllte er mit Bravour.

Dreimal Deutscher Meister mit dem BVB

1990 war das. Reich wurde man damals allerdings nicht von dem Job. „Wenn die heute hören, was ich damals verdient haben, lachen die sich kaputt“, sagt Peter Wongrowitz. „Das waren schon andere Zeiten.“ 13 Jahre war er Nachwuchstrainer beim BVB. In 10 Jahren B-Jugend war er jedes zweite Jahr im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Den Titel holte er 1993, 1996 und 1998 nach Dortmund.

Aber für die Senioren hat es irgendwie nicht gereicht. Angebote gab es, „aber nicht solche, wo ich gesagt habe, das ist es“, sagt Peter Wongrowitz. „Ich habe dann doch auf die sichere Karte gesetzt und bin geblieben.“

Erstes Spiel ging in Waltrop verloren

Die A-Lizenz und den Fußballlehrerschein machte Wongrowitz. Sahin, Kringe oder auch Ricken trainierten unter ihm. Und jetzt also Brünninghausen. Er wollte eigentlich nichts mehr machen, aber es geht wohl nicht ohne Fußball „Es geht letztendlich darum, Spaß an der Sache zu haben und nach einem Jahr zu sagen, dass die Kinder was gelernt haben“, sagt Wongrowitz. „Ich weiß schon, wie die Kinder ticken, ich habe Enkelkinder in dem Alter, das funktioniert schon.“ Aber Wongrowitz möchte nicht nur die Kinder einfach trainieren. Gespräche mit den Eltern haben schon stattgefunden. Denn, bei allem Ehrgeiz: „Es geht doch darum, dass die Kinder was lernen und ich habe halt auch meine Philosophie“, so Wongrowitz. „Ich mache das jetzt erst einmal zwei Jahre. So sind wir erst einmal verblieben“.

Und danach? Ob in Brünninghausen oder nicht, das kann der 68-Jährige noch nicht sagen. Aber vermutlich wird es weitergehen. „Ich bin ja Trainer mit Leib und Seele.“ Und die musste beim Saisonauftakt der D1 am Samstag (14.9.) erst einmal ein wenig leiden. Denn die Partie ging mit 0:2 beim VfB Waltrop verloren. Am Samstag (21.9.) kommt dann um 13.30 Uhr die SG Wattenscheid auf die Sportanlage Am Hombruchsfeld. Dann ist Peter Wongrowitz wieder an der Außenlinie gefordert.

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