Erinnerung an Holocaust-Opfer in Museum und BVB-Stadion

Gedenktag

In mehreren Veranstaltungen wurde in Dortmund am Montag (27.1.) der Holocaust-Gedenktag begangen. Die größen Veranstaltungen fanden im Signal Iduna Park und im Museum an der Hansastraße statt.

27.01.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zum internationalen Holocaust-Gedenktag findet in der Rotunde des MKK eine Gedenkveranstaltung statt.

Zum internationalen Holocaust-Gedenktag findet in der Rotunde des MKK eine Gedenkveranstaltung statt. © Dieter Menne Dortmund

Der Holcocaust-Gedenktag am 27. Januar findet anlässlich der Befreiung des Konzentrationslager Auschwitz vor genau 75 Jahren statt. Gleich in mehreren Veranstaltungen in Dortmund wurde dazu an die Verfolgung der Juden im Dritten Reich, aber auch an aktuellen Antisemitismus erinnert.

Das musikalische Rahmenprogramm in der Rotunde kam von der Pianistin Armine Ghuloyan (Klavier).

Das musikalische Rahmenprogramm in der Rotunde kam von der Pianistin Armine Ghuloyan (Klavier). © Dieter Menne Dortmund

„75 Jahre danach - Der Umgang der Bundesrepublik Deutschland mit dem Holocaust“ war der Titel des Vortrags von Dr. Constantin Goschler, Professor für Zeitgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum, bei einer Gedenkveranstaltung, zu der die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, die VHS und die Auslandsgesellschaft ins Museum an der Hansastraße eingeladen hatten.

Zeitzeugin im Stadion

Das Borusseum war Gastgeber eine Veranstaltung in der Nordtribüne des Signal Iduna Parks, bei der die Zeitzeugin Halina Birenbaum, Sprecherin des Komitees der Auschwitz-Überlebenden, zu Gast war. Sie verbrachte ihre Jugend im Warschauer Ghetto und in den Konzentrationslagern Majdanek, Auschwitz und Ravensbrück. Als sie 1945 befreit wurde, war sie 15 Jahre alt.

Am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Psychiatrien legten Pfarrer Peter Wevelsiep und die Betriebsleiter der LWL-Klinik Dr. Gerhard Reymann, Christiane Scheidler und Prof. Jens Bothe einen Kranz nieder.

Am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Psychiatrien legten Pfarrer Peter Wevelsiep und die Betriebsleiter der LWL-Klinik Dr. Gerhard Reymann, Christiane Scheidler und Prof. Jens Bothe einen Kranz nieder. © Herstell/LWL

Schon am Vormittag hatten Beschäftigte der LWL-Klinik in Aplerbeck in einer Andacht besonders der Opfer der NS-Verbrechen an psychisch Kranken und Behinderten gedacht und einen Kranz niedergelegt.

Lesen Sie jetzt