Grandiose Kunstmasken-Auktion: „Wir sind immer noch überwältigt“

rnBenefiz-Veranstaltung

Wahnsinn, was Ehrenamtliche auf die Beine stellen können: Mit einer Kunst-Masken-Auktion retten die Dortmunder Nähbienen die Existenz der Obdachlosen-Initiative „Hand in Hand für Menschen“.

Lütgendortmund, Hörde

, 03.08.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über mehrere Wochen haben die Dortmunder Nähbienen aus Lütgendortmund, 23 Dortmunder Künstler und viele Helfer im Hintergrund auf diesen Tag am Phoenix-See hingearbeitet. Doch selbst in ihren kühnsten Träumen hätten sie mit diesem Erfolg nicht gerechnet: 5000 Euro hat ihre Kunstmasken-Auktion für die Obdachlosen-Initiative „Hand in Hand für Menschen“ am vergangenen Samstag (1.8.) eingebracht.

„Wir sind immer noch überwältigt“, sagt Michael Langen, Vorsitzender von „Hand in Hand“, am Montag (3.8.) im Gespräch mit dieser Redaktion. Große finanzielle und existenzielle Sorgen haben den kleinen Verein in der Vergangenheit geplagt. Die können nun großer Freude und Erleichterung weichen: „Mit dem Geld sind wir vorerst safe. Bis Ende des Jahres ist die Miete unserer Räumlichkeiten gesichert“, so Michael Langen. Aktuell kümmert sich „Hand in Hand“ mit Sitz in der Nordstadt um mehr als 950 Bedürftige.

Gut besucht war die Versteigerung an der Kunsthalle am Phoenix-See. Viele Gäste hatten sichtlich Spaß daran, Kunst-Masken für den guten Zweck zu ersteigern.

Gut besucht war die Versteigerung an der Kunsthalle am Phoenix-See. Viele Gäste hatten sichtlich Spaß daran, Kunst-Masken für den guten Zweck zu ersteigern. © Peter Bettenhausen

Werk von Gabriella Wollenhaupt schoss den berühmten Vogel ab

Genauso glücklich sind die Veranstalter der ungewöhnlichen Benefiz-Auktion. „Alle 65 Masken sind ersteigert worden“, freut sich Initiatorin Beate Kimm, Gründerin der Dortmunder Nähbienen. Ein Werk der Künstlerin Gabriella Wollenhaupt hat den sprichwörtlichen Vogel abgeschossen. „165 Euro wurden für ihre Menschen-Maske gezahlt, das war das Höchstgebot des Tages“, erzählt Kimm.

Weitere 500 Euro spülte die Künstlerin Susanne Schütz in die Benefiz-Kasse - für drei ihrer Werke plus ein handgemaltes Porträt nach Wahl als Zugabe. Diesen Deal handelte sie mit Sven Rösner, dem Prokuristen der Firma DoMakler UG, aus, der sich in ihre Augen-Masken verguckt hatte.

Mit 165 Euro hat diese Menschen-Maske von Gabriella Wollenhaupt das höchste Gebot erzielt.

Mit 165 Euro hat diese Menschen-Maske von Gabriella Wollenhaupt das höchste Gebot erzielt. © Beate Kimm

Ein kleines Begleitprogramm mit Essen, Getränken und Musik sorgte für weitere Einnahmen, die eins zu eins in die Spendensumme für „Hand in Hand“ geflossen sind. Denn ob Bänke, Bratwurst oder Bier - einfach für alles hatten die Dortmunder Nähbienen im Vorfeld Sponsoren gefunden. Susanne Hildebrand, die ihre Kunsthalle am Phoenix-See kostenlos für die gute Sache zu Verfügung gestellt hatte, machte aus rund 4700 Euro den glatten Betrag von 5000 Euro.

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Weitere Kunstmasken ab Donnerstag auf Facebook

Tatsächlich könnte die Summe aber noch ein wenig wachsen. „Der Fokus unserer Auktion lag auf den 65 gerahmten Kunstmasken. Es stehen aber noch einige ungerahmte Masken zum Verkauf, die wir ab Donnerstag auf unserer Facebook-Seite veröffentlichen“, so Beate Kimm. Das Mindestgebot pro Maske liegt bei 50 Euro pro Stück.

Wer möchte, kann sich auch telefonisch bei Beate Kimm unter (0178) 90 61 96 melden. Mit dem Verkauf ihrer eigenen, selbst genähten Behelfsmasken wollen die Dortmunder Nähbienen die Initiative „Hand in Hand“ weiter unterstützen.

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