Ermittler gehen Hinweisen auf NS-Kriegsverbrechen nach

Alte Fotos aufgetaucht

Die Staatsanwaltschaft Dortmund und das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen gehen neuen Hinweisen auf mögliche NS-Kriegsverbrechen in der ehemaligen Sowjetunion während des Zweiten Weltkriegs nach. Sie suchen Hinweise zu 50 Fotos aus dem Zweiten Weltkrieg.

DORTMUND

von dpa

, 25.01.2011, 13:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach Expertenansicht wurden die Fotos vermutlich kurz nach dem Überfall der Wehrmacht auf Russland im Sommer 1941 aufgenommen. Die genaue Tatzeit, Tatorte und die abgebildeten Tatverdächtigen sowie deren Einheit stünden jedoch noch nicht fest. Der unbekannte Hinweisgeber will die Fotos Anfang der 1960er Jahre in einem Wohnhaus in der Innenstadt von Eschweiler gefunden haben, als dieses renoviert wurde. „Leider wissen wir nicht, wer die Bilder abgegeben hat“, sagte Brendel. Deswegen haben die Ermittler jetzt zwei der Fotos im Internet veröffentlicht.

„Wir hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung.“ Die veröffentlichten Fotos zeigen Soldaten sowie Gefangene mit Spaten in der Hand und in Arbeitskleidung. „Die veröffentlichten Bilder sind nur exemplarisch, wir haben viel intensivere Bilder, die zum Beispiel Erhängungen zeigen“, sagte Brendel. Wer Hinweise zu den Bildern hat, soll diese an die Staatsanwaltschaft in Dortmund geben, Tel. (0231) 92 62 60 10. 

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