Neue Ratsmitglieder demonstrierten gegen Thor Steinar mit

Rechtsextremismus

Rund 70 Menschen protestierten am Mittwoch gegen die bei Rechtsextremen beliebte Marke Thor Steinar. Auch einige neue Ratsmitglieder waren dabei und hielten teils kontroverse Reden.

Dortmund

, 16.09.2020, 19:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rund 70 Menschen demonstrierten am Alten Burgwall gegen den Ende Juli eröffneten Thor-Steinar-Laden.

Rund 70 Menschen demonstrierten am Alten Burgwall gegen den Ende Juli eröffneten Thor-Steinar-Laden. © Michael Schuh

Seit gut anderthalb Monaten wird in dem Geschäft Tønsberg am Alten Burgwall vor allem Kleidung der bei Rechtsextremisten beliebten Marke Thor Steinar verkauft. Und ebenso lange gibt es allwöchentlich eine Protestaktion gegen den Laden. Am Mittwoch (16. September) demonstrierten rund 70 Menschen an der Kreuzung Kuckelke/Alter Burgwall.

Polizisten versperrten Durchgang

Hatten zuvor meist Aktivisten des Bündnisses Blockado die Demo organisiert, so zeichnete am Mittwoch die PARTEI, die erst vor kurzem in Fraktionsstärke in den Rat der Stadt eingezogen war, für die Organisation verantwortlich. Mehrere Polizisten versperrten während der Veranstaltung den Durchgang zum Hof am Alten Burgwall, in dem sich das Geschäft befindet.

Während mehrere Organisationen und Parteien, darunter auch die Dortmunder SPD („Dortmund nazifrei“), Flagge und Transparente zeigten, hielt PARTEI- und Stadtrats-Mitglied Olaf Schlösser eine Rede zum Thema „Nazis töten.“. Ein Motto, das auch im Wahlkampf seiner Partei eine zentrale Rolle gespielt hatte.

Anschließend las Stefan Dondrup, seines Zeichens ebenfalls PARTEI-Ratsmitglied und gelernter Buchhändler, einen Text des im vergangenen Jahr verstorbenen Satirikers Wiglaf Droste. Der bezeichnende Titel: „Mit Nazis reden?“

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