Erste Ersatzpumpe ist da, aber das Froschloch bleibt weiter geschlossen

rnNaturfreibad Froschloch

Wer in diesen Tagen in Hombruch unter freiem Himmel schwimmen möchte, hat ein Problem: Das Froschloch bleibt aufgrund eines Pumpenausfalls auch weiterhin geschlossen.

von Marc Dominic Wernicke

Hombruch

, 22.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Blauer Himmel, sommerliche Temperaturen: trotz idealen Freibadwetters bleibt das Froschloch an der Löttringhauser Straße vorerst geschlossen. Obwohl für eine der beiden defekten Pumpen inzwischen ein Ersatz beschafft werden konnte, ist die Lage weiterhin schwierig. „Wir arbeiten mit allen Tricks, um den Betrieb so schnell wie möglich wiederherzustellen“, versicherte Michael Dominik, Geschäftsführer der Sportwelt Dortmund, am Freitag (21. Juni). Am Mittag war eine erste Ersatzpumpe per Eilexpress aus Bremen eingetroffen – doch eine zweite muss noch gefunden werden, damit die Anlage wieder mit voller Leistung arbeiten kann. „Wir müssen hier pro Stunde 600 Kubikmeter Wasser bewegen“, erklärte Dominik.

Erste Ersatzpumpe ist da, aber das Froschloch bleibt weiter geschlossen

© Marc D. Wernicke

So sei ein kontinuierlicher Pumpenbetrieb ist nicht nur wichtig für die Wassersäuberung, sondern auch für die Funktion der Filteranlage selbst. Der sogenannte Neptunfilter des Naturfreibads besteht aus einer 1.200 Quadratmeter großen Feinsplittfläche, in der Bakterien und Algen einen Biofilm bilden. Das Wasser aus dem Schwimmbecken wird mit Hilfe der Pumpen dort hin befördert, sickert durch den Splitt nach unten und wird dabei ohne Einsatz von Chemikalien durch biologische Prozesse gereinigt.

Eine zweite Ersatzpumpe muss noch her

Am Freitagabend (14. Juni) versagten jedoch beide Pumpen binnen kurzer Zeit. „Das war für uns der absolute Super-GAU - und so wahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto“, so Michael Dominik, „Wenn der Biofilm über mehrere Tage nicht bewässert wird, stirbt er ab. Dann dauert es drei bis vier Wochen, bis wir ihn erneuern können.“ Bislang ließ sich dies verhindern, indem eine der defekten Pumpen noch mit geringer Leistung weiterlief. Durch den Einbau der ersten Ersatzpumpe wäre die Gefahr gebannt, doch bis sich eine zweite finden lässt, bleibt das Froschloch auch an den kommenden, heißen Tagen geschlossen.

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