Erster Corona-Fall nach den Ferien an einer Dortmunder Schule

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Ein Schüler eines Gymnasiums in der Dortmunder Innenstadt hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das Gesundheitsamt ist eingeschaltet.

Dortmund

, 14.08.2020, 15:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Tage nach dem offiziellen Beginn des Schuljahres gibt es den ersten Corona-Fall an einer Dortmunder Schule: Ein Schüler des Max-Planck-Gymnasiums ist mit dem Coronavirus infiziert, wie Schulleiterin Ute Tometten dieser Redaktion am Freitagnachmittag (14.8.) bestätigte.

Dem Schüler gehe es gut, so die Pädagogin.

24 Schüler und 7 Lehrer kommen am Freitag vorsorglich nicht zur Schule

Die Schule blieb am Freitag geöffnet, der Betrieb wird auch nach dem Wochenende normal weiterlaufen. 24 Schüler und 7 Lehrer blieben am Freitag vorsorglich zuhause.

Wie die Stadt Dortmund mitteilt, ist bisher nur für den Schüler und dessen Familie eine Quarantäne angeordnet (Stand Freitag, 16.30 Uhr). Das ist auch der Grund, warum der Fall an der Schule am Freitag nicht wie sonst bei solchen Vorkommnissen üblich in der täglichen Übersicht der Corona-Fälle auftauchte.

Jetzt prüft das Gesundheitsamt, ob weitere Schüler oder Lehrer in Quarantäne müssen

Mitarbeiter des Gesundheitsamts prüfen jetzt anhand der Sitzpläne und in Gesprächen mit dem Schüler, mit wem er so nah in Kontakt war, dass dies eine 14-tägige Quarantäne rechtfertigen würde.

Sollte es weitere Quarantäne-Fälle gebe, werde dies auch am Wochenende den Betroffenen und der Öffentlichkeit mitgeteilt, so Stadtsprecherin Katrin Pinetzki.

Wer am Wochenende keine Nachricht vom Gesundheitsamt erhält, hat am Montag wieder Schule

Schulleiterin Ute Tometten sagt: „Diejenigen, die nicht benachrichtigt werden, kommen am Montag normal wieder.“ Sie berichtet von „einer gewissen Verunsicherung“ nachdem der Fall am Donnerstagabend bekannt geworden sei.

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„Es gab besorgte Nachfragen von Eltern“, sagt sie. Das Lehrer-Kollegium kam zu einer kurzfristigen Dienstbesprechung zusammen.

Schule erfuhr am Donnerstagabend von der Erkrankung

Die Eltern des Achtklässlers hatten den positiven Corona-Test am Donnerstagabend der Klassenlehrerin mitgeteilt. Schulleiterin Ute Tometten sagt: „Der Ablauf folgt dem Konzept, das wir nach den Vorgaben des Ministeriums erarbeitet haben. Jede Schule macht das individuell.“

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Das Ziel sei „zeitnah und ohne Panik zu informieren und zu reagieren“. Es sei nun das Wichtigste, dass sich die Infektion nicht weiter verbreitet.

Viele Beobachter erwarten weitere Fälle im Umfeld von Schulen

Das Max-Planck-Gymnasium ist die erste Dortmunder Schule, an der nach den Ferien eine Corona-Infektion aufgetreten ist. Im eingeschränkten Regelbetrieb vor den Ferien hatte es in Dortmund eine Reihe von Fällen im Umfeld von Schulen gegeben. Bis zu sechs Schulen waren im Juni geschlossen.

Viele Beobachter und Beteiligte des Schulbetriebes erwarten in den kommenden Wochen weitere Corona-Fälle. Schulschließungen seien auch in Zukunft nicht ausgeschlossen, hatte Schuldezernentin Daniela Schneckenburger zuletzt erklärt.

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Der erste Fall nach den Sommerferien zeigt aber zugleich, dass sich die Strategie gegenüber der Zeit vor den Sommerferien offenbar etwas verändert hat. Statt großflächiger Schließungen sollen nun zielgerichtet direkte Kontakte nachverfolgt werden.

Fest steht nach bisherigem Stand: Der Achtklässler des Max-Planck-Gymnasiums kann sich nicht an der Schule angesteckt haben, da die Inkubationszeit in der Regel mehrere Tage beträgt und zu diesem Zeitpunkt noch Ferien waren.

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