Erstes Dortmunder Krankenhaus muss geplante Operationen verschieben

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Weil das Personal für die Behandlung von Covid-19-Patienten eingesetzt werden muss, werden verschiebbare Operationen in Dortmund vorerst verschoben. © dpa
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Erstmals seit Monaten muss ein Dortmunder Krankenhaus wegen der Corona-Pandemie die OP-Kapazitäten reduzieren. Im Klinikum Dortmund sind mehrere Operationssäle am Standort Mitte an der Beurhausstraße und weitere im Klinikum Nord an der Münsterstraße betroffen.

„Das bedeutet, dass geplante Operationen nicht mehr durchgeführt werden können. Man nimmt zuerst die, die man am leichtesten verschieben kann“, sagt Marc Raschke, Sprecher des Klinikum Dortmund. Notfälle und unaufschiebbare Eingriffe werden weiterhin durchgeführt.

Zahl der Covid-Patienten ist in erster Dezember-Woche stark gestiegen

Die Zahl der Covid-19-Patienten in allen Dortmunder Krankenhäusern ist innerhalb der ersten Dezember-Woche um 30 auf 85 gestiegen. Allein im Klinikum waren es laut Raschke zehn Patienten mehr in einer Woche.

Ein Teil des Personals, das sonst im OP-Saal steht, werde deshalb auf die Intensivstationen abgezogen. Ein weiterer Grund für die Absage: „Das Intensivbett, was man unmittelbar danach bräuchte, ist einfach nicht frei.“

In der ersten Welle im Frühjahr 2020 hatten Dortmunder Kliniken erstmals geplante Operationen verschieben müssen. In der zweiten und dritten Corona-Welle habe das Klinikum laut Raschke dieses Mittel bereits angewandt, um die Personalsituation zu entlasten. Wie lange die Situation so bleibt, steht derzeit nicht fest.