Es brennt bald wieder in Eving - alles ist bereit für das traditionelle Osterfeuer

rnOsterfeuer in Eving

Das Osterfeuer in Eving ist eines der größten der Stadt. Dieses Jahr stand es lange schwer auf der Kippe. Der Traditionsveranstaltung drohte das Aus. Nun kommt es zum Glück anders.

von Tobias Weskamp

Eving

, 03.04.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Not war groß vor wenigen Wochen als klar war, dass der bisherige Platz für das Evinger Osterfeuer nicht mehr zur Verfügung stand. Kurzfristig musste Ersatz her. „Wir haben lange darum gekämpft, aber zum Glück hat es geklappt“, freut sich Meik Hibbeln, Vorsitzender des Gewerbevereins Eving und Umgebung, über das Weiterbestehen des Osterfeuers. Der Verein lädt am Ostersonntag, 21. April, ab 18 Uhr auf das Gelände an der Evinger Straße 585 zwischen Aldi und Gasthof Hiddemann im Stadtteil Brechten ein. Die Firma Bender hat dort ein Grundstück gepachtet, das der Gewerbeverein für das Osterfeuer nutzen darf. Die bisherige Fläche an der Brechtener Straße in Höhe des Friedhofs Kemminghausen wird landwirtschaftlich genutzt.

Für die Kinder gibt es auch wieder Stockbrot

Die Veranstaltung wird wie die der vergangenen Jahre geplant: „Groß, aber rustikal und einfach“, bringt es Hibbeln auf den Punkt. Das Osterfeuer selbst soll im Vordergrund stehen. Natürlich wird es auch wieder was zu essen und zu trinken geben. Für die Kinder gibt es zum Beispiel Stockbrot. Bei der Größe der Veranstaltung könne man auch überlegen, Stände aufzubauen, so Hibbeln. „Das wollen wir aber nicht. Wir wollen allen die Chance geben, zu kommen und sich einfach nur zu treffen und zu unterhalten.“ Es solle kein Stadtfest oder etwa eine Kirmes werden. Toiletten werden aber aufgestellt. Dafür wird auch ein großer Teil der Einnahmen benötigt.

Es brennt bald wieder in Eving - alles ist bereit für das traditionelle Osterfeuer

Der Evinger Gewerbeverein ist bereit für das nächste große Osterfeuer. © Schaper

Der Verein rechnet wieder mit vielen Besuchern. „Wir gehen nicht davon aus, dass sich die veränderte Lage negativ auswirkt“, glaubt Hibbeln. „Viele Leute sprechen uns an und sagen, dass sie es positiv finden, dass das Osterfeuer jetzt in Brechten stattfindet.“ Der Anschluss, etwa mit dem Bus und der Bahn, sei gut. Auch aus Eving könne man gut anreisen. Dass die Menschen es schade fanden, dass das Osterfeuer möglicherweise nicht stattfinden kann, hat den Verein gefreut. „Das zeigt, dass die Leute die Veranstaltung annehmen“, so Hibbeln. Daher habe man händeringend nach einer Lösung gesucht.

Zur Sicherheit wird das Holz vor dem Anzünden auch wieder umgeschichtet, damit etwaige Tiere, die sich darin verbergen könnten, Gelegenheit zum Flüchten bekommen. „Wir wollen einerseits die Tradition bewahren, andererseits aber auch nicht, dass Tiere dabei Schaden nehmen“, so Hibbeln.

Generell gebe es in Dortmund immer weniger Grünflächen, auf denen ein Osterfeuer möglich sei, bedauert Hibbeln. Mit der jetzigen Fläche hat der Verein Glück: „Die Firma Bender pflanzt dort eine Sorte Mais an, die schneller wächst und dementsprechend später eingepflanzt werden kann. Das ist eine tolle Geste“, findet Hibbeln.

Gewerbeverein plant wieder einen Stammtisch

Für die Veranstaltung waren viel Schweiß und Gespräche nötig, erinnert sich Hibbeln. Auch bei der Evinger Kohlenkirmes gebe es Sorgen, da nicht sicher sei, in welcher Form sie in Zukunft stattfinden wird, da die Pläne zur Marktplatz-Neugestaltung mit Begrünung und Bebauung zu wenig Platz für Fahrgeschäfte lassen könnten, wie der Verein befürchtet. „Wir wollen nicht, dass der Ortsteil ausstirbt“, sagt Hibbeln mit Blick auf die Traditionsveranstaltungen.

Man wolle in Zukunft die Zusammenarbeit mit der Politik verbessern, um mehr für Eving machen zu können. Dazu soll es auch wieder einen Stammtisch des Gewerbevereins geben. Auch mit dem Geschichtsverein Eving sei etwas geplant. Was genau, möchte Hibbeln noch nicht verraten. „Es wird sich aber um die Zeche drehen.“

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