„Doch noch etliche Bewerbungen“ - Preisträgerin für den 18. Ewald-Sprave-Preis steht fest

rnSoziales Engagement

Erst gab es nur drei Bewerbungen für den Ewald-Sprave-Preis, dann wurden es plötzlich immer mehr. Am Ende entschied sich die Jury aber für keine von ihnen.

von Anika Hinz

Hombruch

, 17.05.2019, 11:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jedes Frühjahr seit 17 Jahren verleiht die Hombrucher SPD den mit 500 Euro dotierten Ewald-Sprave-Preis an Menschen, die sich für die Gesellschaft einsetzen. „Gegen Hass und Gewalt – für Toleranz, soziales Engagement und Menschenwürde“ lautet das offizielle Motto des Preises.

In diesem Jahr wurde der Ewald-Sprave-Preis am Sonntag (5. Mai) beim 19. Maiempfang der Hombrucher SPD im Vereinsheim des FC Brünninghausen verliehen. Es war das 18. Mal, dass diese Verleihung stattfand. Eine kleine Tradition sozusagen, auch wenn sie in diesem Jahr zunächst mehr schlecht als recht angenommen wurde.

Als aus drei Bewerbungen plötzlich ganz viele wurden

Norbert Schilff, Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat der Stadt Dortmund, hat Anfang April auf Anfrage mitgeteilt, dass bis dahin nur drei Bewerbungen eingegangen waren. „Das ist ein bisschen wenig. Ich würde mich freuen, wenn mehr Vorschläge kämen“, gab Schilff damals zu.

Sein Wunsch wurde wahr, immer mehr Bewerbungen gingen binnen kürzester Zeit ein. „Erst ging es schleppend los, doch das hat sich schnell geändert. Ich freue mich, dass es in unserer Stadt so viel gesellschaftliches Engagement gibt“, sagt Schilff heute. „Das zeigt auch, wie beliebt der Preis doch noch immer ist.“ Am Ende entschied sich die Jury jedoch für keine der Bewerbungen der Dortmunder Bürger. Die Preisträgerin ist stattdessen eine alte Bekannte.

Neven-Subotic-Stiftung bekommt den Preis

Der diesjährige Ewald-Sprave-Preis geht an die Neven-Subotic-Stiftung. „Die Jury war der Ansicht, dass die Stiftung viel Gutes tut und hat sich deswegen so entschieden“, erklärt Norbert Schilff. „Die Preisträgerin ist außergewöhnlich, aber außergewöhnlich ist eben auch das Engagement der Neven-Subotic-Stiftung“, heißt es von Seiten der Hombrucher SPD.

„Bei der Wahl spielten natürlich auch aktuelle Ereignisse mit rein. Momentan geht es viel um Klimaschutz und das Wohl von Kindern. Da passen die Ziele der Stiftung gut rein“, sagt Schilff. Hauptziel der Neven-Subotic-Stiftung ist es, möglichst vielen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen.

Nächstes Jahr keine Auslobung

Zu den Projekten der Stiftung gehört beispielsweise der Bau von Brunnen und Sanitäranlagen im Norden Äthiopiens. 173 Projekte wurden bisher realisiert - 99 Brunnen in Gemeinden gebaut und 74 Brunnen inklusive Sanitäranlagen an Schulen. Auch in Dortmund gibt es Aktionen rund ums Trinkwasser, zum Beispiel die Wasser-Rallye durch die westliche Innenstadt.

In Empfang genommen hat den Preis stellvertretend für die Stiftung die Koordinatorin der Wasser-Rallye, Anna-Samira Jarrar. Im kommenden Jahr wird die Vergabe des Ewald-Sprave-Preises anders laufen: „Wir werden den Preis nicht ausloben, sondern auf die vielen guten Bewerbungen aus diesem Jahr zurück greifen.“

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