Ex-BVB-Aktionär Florian Homm droht Auslieferung in die USA

Haft in Italien

Dem ehemaligen BVB-Großaktionär Florian Homm droht die Auslieferung in die USA. Ihm wird Betrug bei Wertpapier-Geschäften im großen Stil vorgeworfen. Homm drohen viele Jahre Haft.

DORTMUND

, 11.01.2014, 16:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ex-BVB-Aktionär Florian Homm droht Auslieferung in die USA

Florian Homm sitzt in Italien in Haft. Nun droht ihm die Auslieferung in die USA.

Über fünf Jahre war nach Florian Homm gesucht worden. Sogar ein Kopfgeld war auf ihn ausgesetzt gewesen. Dann tauchte die schillernde Persönlichkeit plötzlich im Fernsehen auf. Sehr zum Erstaunen der Ermittler. Als Talkgast von Peter Hahne im ZDF sprach er über die Rolle von Fonds und Ethik in Zeiten der Eurokrise. Nach eigenen Angaben hatte er sich in 130 Ländern während seines Untertauchens versteckt - auf Flucht vor den Anlegern, die er um viel Geld gebracht haben soll.

Nur wenige Tage nach seinem Auftritt war Homm im März 2013 in Italien festgenommen worden. Seitdem befindet sich der heute 54-Jährige dort in Haft, doch die USA haben seine Auslieferung verlangt. Denn dort, in Los Angeles, liegt eine Strafanzeige gegen Homm vor. Der Vorwurf: Verschwörung und Betrug. Homm soll Anleger um 200 Millionen betrogen haben. Medien, darunter die Nachrichtenagentur dpa und stern.de berichten nun, dass das oberste italienische Berufungsgericht dem amerikansichen Ersuchen nach Auslieferung stattgeben will. Sie berufen sich auf die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Laut stern.de will Homms Anwalt nun vor den Europäischen Gerichtshof ziehen, um die Auslieferung noch zu verhindern. In Dortmund war Florian Homm besonders für sein Engagement in Zeiten der finanzielen Krise von Borussia Dortmund bekannt geworden. 2004 hielt er 25 Prozent der BVB-Aktien. Damals hatten ihn einige als BVB-Retter gefeiert.

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