Facebook ist Teil unseres Lebens

Pro

Das Internet und sozialen Netzwerke sind längst Teil unseres Alltags. Warum also sollte ich den wichtigsten Teil meines Lebens, also meine Tochter, außen vor lassen, fragt Leonie Schulte. Ihre Tochter Lucy ist online.

DORTMUND

von Von Leonie Schulte

, 30.05.2012, 19:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Karneval auf Facebook: Dank des sozialen Netzwerks können sich auch die Freunde und Verwandten aus Shanghai, Dubai oder Australien an Lucys Kostümierung freuen.

Karneval auf Facebook: Dank des sozialen Netzwerks können sich auch die Freunde und Verwandten aus Shanghai, Dubai oder Australien an Lucys Kostümierung freuen.

 Lucy und ich gehören zu den so genannten Digital Natives, also jenen Menschen, die mit digitalen Technologien aufwachsen. Für uns gibt es keinen ersten Schritt ins Netz, das Internet samt seiner sozialen Netzwerke ist längst Teil unseres Alltags. Warum also sollte ich den wichtigsten Teil meines Lebens, also meine Tochter, außen vor lassen? Es gibt Fotos von Lucy mit Geburtstagskrone oder im Löwenkostüm. Die Bilder habe ich selbst gemacht und selbst hochgeladen. Enge Freunde und lose Bekannte, die Cousine in Shanghai und die Patentante in Saarbrücken können so hin und wieder an unserem Leben teilhaben. Macht Lucy ihre ersten Schritte, bin ich so stolz, dass ich es am liebsten der ganzen Welt erzählen möchte. Facebook sei Dank kann ich es zumindest meiner ganzen Welt erzählen.  Geht es um Fotos im Internet wird schnell über fehlende Kontrolle diskutiert. In der Tat: Was einmal im Netz ist, lässt sich nur schwer steuern. Doch auch in der analogen Welt geben wir immer wieder die Strippen aus der Hand. Wer etwa sein Kind in die Kita schickt, setzt in der Regel eine Unterschrift unter die Erlaubnis, dass Fotos von den Kindern in Zeitungsartikeln veröffentlicht werden dürfen.

 Solche Fotos sind schön. Zeitungsausschnitte hängen an zahllosen Kühlschränken der Republik. Doch bei wem die Zeitung samt Kindergartenfoto noch im Briefkasten landet, können die Eltern nicht entscheiden.  Das Leben – mit und ohne Kind – ist in der digitalen Welt ebenso dynamisch wie in der analogen. Das Verkehrsnetz einer Großstadt kann zuweilen so gefährlich sein wie das Treiben im Internet. Nehmen wir also unsere Kinder an die Hand, sind wachsam, und gehen dann gemeinsam den nächsten Schritt.  

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