Fahren und feiern

Bodelschwingh Auf der Amazona Bahn durchgeschüttelt werden, sich den Bauch mit Süßigkeiten vollschlagen oder auch alte Fotos bestaunen: Die Bodelschwingher Kirmes ließ am Wochenende wenig Wünsche offen.

01.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

«Ich komme schon seit 40 Jahren hierher», erzählt Kirmes-Besucherin Maria Dietsche, «Ich wohne in Westerfilde und da das nicht so weit ist, komme ich sogar an zwei Tagen. Die Kirmes gefällt mir immer wieder gut.» Die Traditionskirmes findet in diesem Jahr zum 685. Mal statt. Die Fahrgeschäfte locken vor allem junge Besucher. So kann es schon einmal passieren, dass Jugendliche stöhnend aus den Fahrgeschäften aussteigen: «Oh Mann, mir ist richtig schwindelig. Ich kann gar nicht mehr richtig laufen, aber es war echt cool!»

Bierstände, Los- und Schießbuden und Stände mit allerlei Essbarem gibt es noch bis Montag Abend für Besucher aller Altersklassen. Auch die hiesige Seniorengruppe der REVAG ist mit einem Stand vertreten. «Hier gibt es Informationen rund um die Geschichte des Stadtteils Bodelschwingh, den Bergbau und die Zeche Westhausen», erklärt Horst Schmidt von der Seniorengruppe, «Außerdem haben wir einen neuen Kalender mit Bildern für 2008 herausgebracht.»

Um Geschichte geht es auch bei der Fotoausstellung der neuen Ortsgruppe Westerfilde/Bodelchwingh des Heimatvereins Mengede im evangelischen Gemeindehaus: «Unsere Gruppe gibt es erst seit einigen Monaten», erklärt Otto Schmidt, «Diese Fotoausstellung ist unser erstes gemeinsames Projekt.» Die Ausstellung zeigt Fotos, die von Bürgern, Vereinen, Kirchengemeiden und der REVAG eingereicht wurden und die Vergangenheit des Stadtteils und seiner Bewohner zeigen. «Das älteste Bild ist 100 Jahre alt», weiß Schmidt. Die Ausstellung sei allerdings ein Flickenteppich, der einige Bereiche des Lebens abdeckt, aber bei weitem nicht lückenlos sei. Allerdings gehe es auch nicht um Perfektion, sondern darum, einen Einblick in die Vergangenheit zu bekommen.

Bezirksvorsteher Bruno Wisbar meinte, dass die Kirmes und die Fotoausstellung vor allem eins gemeinsam haben: «Es ist schön zu sehen, wie Altes für die Nachwelt festgehalten und die lange Tradition der Bodelschwingher Kirmes aufrecht erhalten wird.» Lena Reil