Fahrer verliert Glatteis-Prozess gegen die Stadt

Dortmunder Landgericht

Zwei Jahre nach einem Unfall auf eisglatter Straße hat ein 39-jähriger vergeblich versucht, die Stadt auf Schadenersatz zu verklagen.

DORTMUND

von Von Werner von Braunschweig

, 06.01.2011, 19:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rutschige Fahrbahnen, aufgetürmter Schnee: Die damalige Unfallsituation passte exakt in das Wetter- und Straßenbild der letzten Wochen. Als der Jurist einem Paketauto ausweichen wollte, war sein Pkw plötzlich ins Schleudern geraten. „Ich versuchte noch gegenzulenken, aber es war sinnlos“, so der Kläger. Während er unverletzt blieb, wurden Auto und Baum zerstört. Schaden: 4500 Euro. Laut Urteil hat die Stadt keinen entscheidenden Fehler gemacht. Die schnurgerade Stockumer Straße sei keine Stelle mit erhöhtem Gefährdungspotenzial, außerdem sei damals „im Rahmen des Zumutbaren“ (täglich ein Mal) gestreut worden. Die Richterin: „Eine Stadt kann im Winter nicht gewährleisten, dass alle Straßen dauerhaft eisfrei sind.“

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