Falco-Musical faszinierte die Fans der Pop-Legende in der Westfalenhalle

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Pop-Legende Falco ist Hauptfigur in einem Musical, das in der Westfalenhalle langjährige Fans begeisterte. Konfrontiert wurden sie mit einem Rebellen.

von Janine Horvat

Dortmund

, 15.04.2019, 12:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

21 Jahre ist es jetzt her, dass der österreichische Popmusiker Falco bei einem Verkehrsunfall in der Dominikanischen Republik ums Leben gekommen ist. Und trotzdem sind seine Songs und er bis heute unvergessen.

Beim zweistündigen Falco-Musical am Sonntagabend in der Westfalenhalle 3A gab es einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt des österreichischen Künstlers, der durch viele Höhen und Tiefen ging.

Hans Hölzel und der Manager

Die Show startet mit Original-Videosequenzen und einem Zitat von Falco, der nicht glaubt, dass er dieser Welt etwas Großes mitzuteilen habe.

Das sieht sein späterer Manager ganz anders. Als er Falco das erste Mal „Ganz Wien“ bei einem Auftritt der Band „Dradiwaberl“ singen hört, erkennt er etwas in Hans Hölzel, wie Falco mit bürgerlichem Namen heißt, und will ihn unbedingt als Solokünstler unter Vertrag nehmen. So startet die Karriere mit dem Song „Der Kommissar“, der Anfang der 80er zum Hit wird.

Falco-Darsteller Stefan Wessel präsentiert den Song live auf der Bühne, umringt von sexy tanzenden weiblichen und männlichen Polizisten und einem Polizeiauto im Hintergrund.

Rock Me Amadeus

Natürlich kommen auch die großen Hits wie „Rock Me Amadeus“ auf die Bühne. Zuvor erfährt man noch, dass Falco beim Videodreh für Probleme sorgte. Erst kam er zu spät, dann wollte er die Mozart-Perücke nicht aufsetzen. Mit etwas Überredungskunst ging es dann aber doch. Und schließlich landete das Lied im März 1986 auf Nummer 1 der USA-Charts, als erster und bis heute einziger deutschsprachiger Song.

Neben den ganz großen Hits wie „Vienna Calling“, und „Jeanny“ gibt es auch eindrucksvolle Titel wie „Emotional“ und „Europa“ zu hören. Zwischen den Songs kommen die kontrastreichen Figuren „Jeanny“ und „Ana Conda“ immer wieder zu Wort, die die Zerrissenheit des musikalischen Ausnahmetalents darstellen sollen. Das zeigt sich auch in dem Song „Out of the Dark“.

Das Gerücht von Falcos Suizid

Am Ende der zweiten Strophe heißt es: „Muss ich denn sterben, um zu leben?“ Dadurch entstand das Gerücht, Falco hätte sich in Wirklichkeit mit seinem Autounfall das Leben nehmen wollen. Geklärt wurde dieses Mysterium nie. Fest steht nur, dass er letztlich durch seine Songs niemals vergessen wird.

Mit Standing Ovations verabschiedete sich das Publikum, aber nicht ohne Zugaben. So musste Stefan Wessel mit seiner Crew noch einmal „Rock Me Amadeus“, „Der Kommissar“ und „Europa“ performen. Alles unter tosendem Applaus und vielen Mitsängern.

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