Ohne Abstand und Maske: Aufregung um Foto von Familienministerin Giffey

Coronavirus

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey war zu Gast in Dortmund. Bei einem Termin kam sie ihren Begleitern näher als erlaubt. Ein Foto von der Situation sorgte für einen Shitstorm im Internet.

Dorstfeld

, 28.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (rotes Kleid) kam bei ihrem Besuch in Dortmund einigen ihrer Begleiter näher, als die Corona-Abstandsregeln es erlauben.

Die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (rotes Kleid) kam bei ihrem Besuch in Dortmund einigen ihrer Begleiter näher als die Corona-Abstandsregeln es erlauben. © Michael Schuh

Bei m Dortmund-Besuch der Bundesfamilienministerin Franziska Giffey am 20. August (Donnerstag) sollte es eigentlich nicht um die Corona-Pandemie gehen. Die Ministerin besuchte das Viertel rund um den Wilhelmplatz in Dorstfeld und traf sich dort mit Vertretern verschiedener Initiativen gegen Rechts, um sich über ein Projekt zur Rechtsextremismus-Prävention zu informieren. Sicherheitsleute und mehrere Polizeiautos schützten die Gruppe beim Austausch vor Ort.

Doch während es bei dem Besuch selbst still blieb, folgte im Nachhinein ein Aufschrei im Netz. In den Sozialen Netzwerken wurde ein Foto der Ministerin verbreitet, auf dem sie und die übrigen Teilnehmer des Rundgangs sich deutlich näher kommen, als es die Corona-Abstandsregeln erlauben.

Ministerium entschuldigt sich

Eine Twitter-Userin schrieb dazu: „Im Kampf gegen Rechts ist man wohl immun gegen die ‚Pandemie‘.“ Ein Shitstorm folgte.

Laut Corona-Schutzverordnung müssten die Teilnehmer den Mindestabstand von eineinhalb Metern einhalten oder eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat sich dazu in einer Stellungnahme geäußert.

„In der Situation des Zuhörens und Anschauens war die Gruppe kurzzeitig nicht aufmerksam genug bezüglich der Abstandsvorgaben im Freien. Das bedauern wir“, schreibt eine Sprecherin.

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