Fatih Cevikkollu scheitert im Spiegelzelt

Ruhrhochdeutsch

Bei manchen Gästen ist man froh, wenn sie wieder gehen. Auch im Spiegelzelt am U-Turm. Gastgeberin Mia Mittelkötter (Lioba Albus) ließ sich am Mittwochabend beim Festival Ruhrhochdeutsch nicht viel anmerken, aber warm wurde weder sie noch das Publikum mit Gast Fatih Cevikkollu.

DORTMUND

22.09.2011, 11:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Comedian Fatih Cevikkollu und das Publikum im Spiegelzelt fanden nicht zueinander.

Comedian Fatih Cevikkollu und das Publikum im Spiegelzelt fanden nicht zueinander.

 Es lag an ihm. Dann setzte er sich aufs Sofa: „Wir machen mal ein Experiment, gucken, wie viel Stillsitzen man aushalten kann.“ „Haste kein Programm mehr?“, schimpften schnell die ersten Besucher. „Ich komm dann mal wieder, wenn Ihr feste Häuser habt“, verabschiedete er sich aus dem Zelt.  Wenn’s danach geht, sollte keiner Fatih Cevikkollu verraten, wo die festen Theaterhäuser stehen, wenn das Zelt abgebaut ist.

 Spaß und Witz hatte der 38-Jährige, der sich vollmundig als „Fatih, der Vulkan“ angekündigt hatte, in Köln gelassen. Im ersten Teil scheiterte er als politischer Kabarettist. Das können andere besser. Im zweiten Teil waren seine Handwerker-Nummern und die Publikums-Mitmach-Ratespiele mit Grabstein-Inschriften und letzten Worten („Auf dem roten Kabel ist kein Strom“) besser, aber sie trugen den Abend nicht.  Mia Mittelkötter versuchte zu vermitteln: „Wenn ein Kölner in Westfalen auftritt, haben wir immer Angst, dass gleich Bömskes geschmissen werden oder wir geküsst werden.“ Zum Glück hat uns das Fatih Cevikkollu gespart. 

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