Festnahme

Festnahme bei Corona-Protest: „Polizeilich mit rechtem Gedankengut aufgefallen“

Nachdem es bei den Anti-Corona-Schutz-Protesten in Dortmund am Montag eine Festnahme gegeben hat, nennt die Polizei nun weitere Details. Der Mann ist offenbar kein Unbekannter.
Am Rande des Friedensplatzes kam es zu der Festnahme des 34-Jährigen (Bildmitte). © RN

Die Dortmunder Polizei hat bei der Anti-Coronaschutz-Demo in Dortmund am Montag (3.1.) einen Mann festgenommen. Am Tag danach nennt die Behörde neue Details.

Demnach war der Festgenommene offenbar polizeilich bereits bekannt: „Der 34-Jährige ist in der Vergangenheit polizeilich mit rechtem Gedankengut aufgefallen.“

Zur organisierten rechten Szene gehöre er laut jetzigem Kenntnisstand nicht. Die Polizei merkt am Dienstag an: „Personen dieser rechten Szene waren gestern in einer kleinen Zahl ebenfalls anwesend.“

Was war am Montag passiert? Der 34-jährige Dortmunder habe zunächst ohne Mund-Nasen-Schutz an der Veranstaltung teilgenommen. Als die Beamten ihn darauf ansprachen, habe er versucht, sich der Kontrolle zu entziehen und sich anschließend geweigert, seine Personalien herauszugeben, teilen die Ermittler mit.

Bei seiner Durchsuchung leistete er laut Polizei Widerstand – ein Messer, eine Rasierklinge, Pfefferspray sowie Betäubungsmittel seien bei ihm sichergestellt worden. Grundsätzlich ist es laut Polizei für Teilnehmer einer Versammlung verboten, gefährliche Gegenstände oder Waffen mit sich zu führen.

Der Mann sei dann gegen 19.30 Uhr in Gewahrsam gebracht, mehrere Verfahren – unter anderem wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte – seien eingeleitet worden.

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