Festnahme bei den Bürgerdiensten - Staatsanwaltschaft ermittelt

Unregelmäßigkeiten in der KFZ-Zulassung

Erneuter Ärger bei den Bürgerdiensten: In der vergangenen Woche hat es eine Festnahme in der KFZ-Zulassung der Bürgerdienste gegeben, wie die Stadt auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte. Ein Mitarbeiter soll Autos zugelassen haben, die er nicht hätte zulassen dürfen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

DORTMUND

05.12.2016, 14:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Festnahme bei den Bürgerdiensten - Staatsanwaltschaft ermittelt

Bei den Bürgerdiensten gab eine Festnahme.

Aktualisierung, 15.35 Uhr: Korruptionsverdacht - Rund 200 Fälle 

Wie Staatsanwalt Elmar Pleus auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigt, wurde ein Mitarbeiter der Zulassungsstelle der Bürgerdienste in der vergangenen Woche festgenommen. Der Mitarbeiter soll Autos zugelassen haben, die er nicht hätte zulassen dürfen. Es gehe insgesamt um rund 200 Fälle, so Staatsanwalt Elmar Pleus. 

Erste Meldung, 14.50 Uhr: Festnahme bei den Bürgerdiensten

Wie die Stadt am Montag auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilt, gab es in der vergangenen Woche eine Festnahme in der KFZ-Zulassung der Bürgerdienste. Hintergrund seien Unregelmäßigkeiten - genauere Angaben macht die Stadt nicht. Nach Angaben von Stadtsprecher Michael Meinders ermittelt die Staatsanwaltschaft. 

"Die Ermittlungen beziehen sich bei der Stadt Dortmund auf eine Person. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, gibt die Stadt Dortmund aktuell keinen weiteren Sachstand ab", heißt es in der Stellungnahme der Stadt. Die Mitarbeiter der Zulassungsstelle seien hausintern über die Vorgänge informiert worden. 

Die Bürgerdienste waren in diesem Jahr bereits mehrfach in die negativen Schlagzeilen geraten. Rund 200 Blanko-Ausweise verschwanden, bei der Vergabe von Führerscheinen gab es eklatante Mängel und Überlastungen führten zu reichlich Frust bei den Bürgern.

Nach der Pass-Affäre zog die Stadt Konsequenzen, Amtsleiter Peter Spaenhoff wurde zum 16. Juni von seinen Aufgaben entbunden. 

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