Feuer, Rauch und Hitze: Die Übung der Feuerwehr verlief so realistisch wie möglich

rnFeuerwehr Dortmund

Es geht um Menschenleben. Das Retten von Personen, das Löschen von Feuer muss geübt werden – regelmäßig. Die Ausrüstung schützt, ist aber auch schwer und schränkt ein. So verlief die Übung.

von Rüdiger Barz

Hombruch

, 03.09.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Menschen retten und ein Feuer bekämpfen, das können sie, die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr in Hombruch. Doch ein Übungsdienst ist mehr. Es sind wichtige Stunden, um im Training zu bleiben. Es werden Kenntnisse vertieft und neue Techniken erlernt. Dazu geben die ehrenamtlichen Helfer alles, sie gehen auch bei einer Übung bis an ihre Leistungsgrenzen – wie im echten Einsatz.

Feuer, Rauch und Hitze: Die Übung der Feuerwehr verlief so realistisch wie möglich

Die Freiwillige Feuerwehr Steinau hat am Übungsdienst in Dortmund teilgenommen. © Rüdiger Barz

Nach der Aufteilung der Fahrzeuge und Dienstpositionen geht es los. Was alles geübt wird, wo der Einsatzort ist, das wissen meist nur die Ausbilder des Löschzuges. Wir waren dabei, haben eine komplette Ausrüstung erhalten und konnten, zumindest teilweise, bei der Übung am vergangenen Wochenende mitmachen.

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Feuer, Rauch und Hitze: Eine Übung der Feuerwehr so realistisch wie möglich

Es geht um Menschenleben. Das Retten von Personen, das Löschen von Feuer muss geübt werden - regelmäßig. Die Ausrüstung schützt sie, ist aber auch schwer - allein das Atemschutzgerät bringt es auf rund 19 Kilogramm Gewicht. Dazu schränkt die dicke Kluft ein. Menschen retten und ein Feuer bekämpfen, das können sie, die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr, auch in Hombruch. Doch ein Übungsdienst ist mehr. Es sind wichtige Stunden, um im Training zu bleiben. Es werden Kenntnisse in allen Bereichen vertieft, wie zum Beispiel der Umgang mit einer Wärmebildkamera. Neue moderne Techniken werden erlernt. Dazu geben die ehrenamtlichen Helfer alles, sie gehen auch bei einer Übung bis an ihre Leistungsgrenzen - wie im echten Einsatz.
03.09.2019
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Der Raum ist dunkel. Die Schutzkleidung beengt und ist schwer. Schemenhaft sind Gegenstände erkennbar. Die Einsatzkräfte sind in Stellung. Zu hören sind nur die Atemschutzgeräte. Dann taucht die Flamme auf. In Bruchteilen von Sekunden entwickelt sich eine Flammenwand - der sogenannte Flash Over. Die Hitze ist unbeschreiblich. © Rüdiger Barz
Unspektakulär, aber wichtig: Der Umgang mit diversen Strahlrohren. Als Laie mag man denken, dass viel Wasser viel hilft - leider falsch. Für jedes Szenario muss der Bediener das Wasser dosieren, denn kleine Mengen haben mitunter mehr Wirkung. Und, so sagen die Feuerwehrleute: "Wir müssen auch auf den Objektschutz achten, um so wenig Schaden wie möglich zu verursachen."© Rüdiger Barz
Die Schutzausrüstung ist schwer - sie muss extremen Bedingungen standhalten. Für den Ungeübten ist sie beengend. Das Atemschutzgerät wiegt rund 19 Kilogramm. Die Einsatzzeit liegt bei circa 15 bis 20 Minuten. Sich mit der Ausrüstung noch sicher und zügig zu bewegen, verlangt körperliche Fitness. Nach einem Einsatz - und sei es nur eine Übung - sind die Teilnehmer der Übung geschafft und braucht eine Pause.© Rüdiger Barz
Einsatzbesprechung. Kevin, der mit Daniel das Übungswochenende geplant hat, gibt vor, wie sich alle auf dem Gelände zu verhalten haben. Er betont: "Den Weisungen des Übungsleiters ist immer Folge zu leisten. Das gilt für jeden, denn eine gewisse Gefahr besteht immer." Die Übungen: Schlauchmanagement, Strahlrohrtechnik, Wärmebildkamera und Flash Over. © Rüdiger Barz
Was sieht der Trupp in dem verrauchten Raum? Anhand von Funksprüchen wird eine Zeichnung erstellt. Im Notfall findet sich ein Rettungstrupp so schneller zu recht. Auch der richtige Umgang mit einer Wärmebildkamera wurde geübt. Sie hilft bei der Personensuche, der Orientierung und dem Finden von Glutnestern. Wichtig ist, dass man sich nicht allein auf das Monitorbild verlässt. © Rüdiger Barz
"Mach davon ein Foto", sagen sie - aber, natürlich nicht über die Notrufnummer. Die Freiwilligen Feuerwehren suchen immer engagierte Mitglieder. Wer Interesse an der Arbeit der Feuerwehr hat, kann sich gerne bei dem Löschzug in seinem Ort melden. Die Kontaktdaten sind hier zu finden: https://bit.ly/2jWn5aR© Rüdiger Barz
Ein vernebelter Abschnitt im sogenannten kalten Teil des Brandhauses. Hier wird der richtige Umgang mit einer Wärmebildkamera geübt. Sie hilft bei der Personensuche, der Orientierung und dem Finden von Glutnestern. Wichtig ist, dass man sich nicht allein auf das Monitorbild verlässt. © Rüdiger Barz
Fahrzeugeinteilung. Auch bei einer Übung kann jederzeit ein reales Geschehen dazwischenkommen. Die Fahrzeuge sind dann sofort abrufbereit.© Rüdiger Barz
Jedes Strahlrohr ist anders. Die einzelnen Funktionen müssen blind beherrscht werden.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Schlauchmanagement: Wie befestigt man einen Schlauch, ohne seinen Durchfluss zu behindern? Dazu gibt es verschiedene Knotentechniken, die geübt werden müssen.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Feuerwehr Übung Flash Over

Löschzug 16 Hombruch, Übung Brandhaus© Rüdiger Barz
Feuerwehr Übung Flash Over

Löschzug 16 Hombruch, Übung Brandhaus© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz
Übungsdienst mit Flash Over Übung des Löschzug 16 Hombruch im Brandhaus Dortmund.© Rüdiger Barz

  • Am Übungsabend teilgenommen hat auch die Freiwillige Feuerwehr Steinau der Stadt Fulda, Gemeinde Petersberg. Da sie kein eigenes Brandhaus hat, war es ein besonderer Tag für sie.
  • Lehrgangsstunden bei der Freiwilligen Feuerwehr: 494 Stunden Ausbildung, dazu wöchentliche Übungsdienste.
  • Gefahrene Einsätze in Hombruch 210 im Jahr 2018, bisher 95 in 2019.
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