„Feuerteufel“ im Dortmunder Süden - diesmal Gartenanlage betroffen

rnBrandstiftung in Dortmund

Glück im Unglück - auch diesmal. In der Kleingartenanlage Im Massbruch kam es zu einem Brand. Unbekannte steckten das große Versammlungszelt vor dem Vereinsheim an.

Schüren

, 23.09.2020, 13:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist nicht das erste Mal in den letzten Wochen, dass die Feuerwehr nach Schüren ausrücken musste. Diesmal betraf es wieder einmal die Kleingartenanlage Im Massbruch.

Hier stand am Dienstag (22.9.) gegen 21.54 Uhr ein großes Festzelt, das vor dem Vereinslokal steht, in Flammen. Aufmerksame Nachbarn bemerkten das Feuer, das die Feuerwehr auch schnell im Griff hatte.

Zelt war gerade erst angeschafft worden

Es war wohl pures Glück, dass nur die Stirnseite des großen Zeltes in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Grund war wohl das Material, das nicht sofort in Flammen aufging, sondern vor sich hin kokelte.

Die Gartenanlage ist nicht verschließbar, weil ein öffentlicher Weg hindurchführt. Scheinbar eine Einladung zum Vandalismus.

Die Gartenanlage ist nicht verschließbar, weil ein öffentlicher Weg hindurchführt. Scheinbar eine Einladung zum Vandalismus. © Jörg Bauerfeld

„Wenn das Feuer auf das Vereinsheim übergegriffen hätte, wäre es schlimm geworden“, sagt Carsten Moch, Vorsitzender des Gartenvereins. Für den ist das Feuer auf jeden Fall ziemlich bitter, denn das große Zelt war nagelneu.

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Das alte war in die Jahre gekommen und so hatte der Gartenverein ein neues angeschafft. Das wurde extra für die Fläche angefertigt. 7000 Euro hat es gekostet und ist jetzt nicht mehr zu gebrauchen.

Polizei wird sich um die Brandstiftung kümmern

„Wir werden natürlich die Polizei einschalten“, sagt Moch. Das Ganze sei beileibe kein Dummejungenstreich mehr. „10 Minuten später und das Dach vom Vereinsheim wäre auch in Brand geraten“, schätzt Moch.

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Da seien Holzelemente im Dachstuhl eingebaut. „Das wäre komplett niedergebrannt.“ In den letzten vier Wochen gab es auf dem Gelände des Gartenvereins an der Gevelsbergstraße schon mehrere Versuche, Feuer zu legen.

Einmal hat ein Unbekannter versucht einen Sonnenschirm anzuzünden, dann wurde Feuer an Holzscheiten innerhalb der Anlage gelegt, „auch da war die Feuerwehr nachts da“, sagt Moch.

Was im Prinzip für die Öffentlichkeit eine schöne Sache ist, erweist sich mittlerweile für die Gartenanlage als Fluch. Denn durch die Kleingärten führt ein öffentlicher Weg, für jeden zugänglich. Ein Grund, warum man die Anlage nachts auch nicht abschließen kann.

Auch wieder Lauben-Einbrüche in letzter Zeit

Auch Lauben-Einbrüche und Diebstähle hätten sich in der letzten Zeit wieder gehäuft, so Moch. Nur wer geht in Schüren um und steckt Dinge in Brand? Denn auch am 7. September hatte es schon ein heftiges Feuer an der Gevelsbergstraße gegeben.

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Da wurde in der Nacht eine große Strohpuppe vor der Evangelischen Kirche in Brand gesteckt. Auch hier war die Feuerwehr schnell vor Ort und auch hier war es pures Glück, dass das Feuer nicht auf umliegende Gebäude übergegriffen hat.

Auf Facebook wird auch schon kräftig darüber diskutiert, wer hier mit dem Feuer spielt. Die Vermutung einiger User ist, dass es Jugendliche sind, die aus purer Langeweile Dinge anzünden. Das versucht die Polizei nun herauszufinden.

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