Feuerwehr Dortmund im Dauereinsatz – mit einer historischen Ausnahme

Jahresbericht

Was die Dortmunder Feuerwehr leistet, verdeutlicht der Jahresbericht 2020. Die Einsatztaktung ist immens. Der Bericht nennt eine irre Zahl – nur in einer besonderen Nacht blieb alles ruhig.

Dortmund

, 29.08.2021, 13:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ob mit Rettungswagen oder Löschfahrzeugen: Die Feuerwehr Dortmund war auch im Jahr 2020 im Dauereinsatz.

Ob mit Rettungswagen oder Löschfahrzeugen: Die Feuerwehr Dortmund war auch im Jahr 2020 im Dauereinsatz. © Kevin Kindel

Einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Feuerwehr Dortmund gewährt regelmäßig ihr Jahresbericht. Das Dokument für das Einsatzjahr 2020 wird nun dem Rat der Stadt präsentiert.

Der Jahresbericht gibt den Politikern Aufschluss darüber, wie sich die Einsatzzahlen der rund 2200 Angehörigen der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr entwickelt haben und welche Trends zu beobachten sind.

Im vergangenen Jahr hatte die Einsatzleitstelle exakt 142.142 Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdiensten zu steuern. Statistisch gesehen wurde damit alle 3 Minuten und 45 Sekunden ein Fahrzeug des Brandschutzes oder des Rettungsdienstes alarmiert.

Wegen Corona: Zahl der Rettungseinsätze gesunken

Und dabei ist im Corona-Jahr 2020 die Zahl der Feuerwehreinsätze und vor allem der Rettungseinsätze im Vergleich zu 2019 gesunken. Die Einsätze für den Brandschutz verringerten sich leicht um 25 Einsätze auf schlussendlich 2931. Bei den Rettungsdiensteinsätzen war ein deutlicher Rückgang um 6,5 Prozent auf 131.345 (minus 9879) zu verzeichnen.

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„Dies scheint“, so heißt es seitens der Stadtverwaltung, „eine direkte Auswirkung der Corona-Pandemie zu sein, da insbesondere im Berichtszeitraum weniger Schul-, Sport- und Wegeunfälle zu verzeichnen waren und andere Kommunen ebenfalls über einen Rückgang der Rettungsdienst-Einsatzzahlen berichten.“

Die Einsatzhäufigkeit bleibt aber, so wird festgestellt, auf hohem Niveau. Die ehrenamtlich besetzten Löschzüge rückten 2020 zu 2352 Einsätzen aus.

Feuerwehr erlebte „das ruhigste Silvester aller Zeiten“

Besonders tragisch endete ein schwerer Brand im August in Aplerbeck, bei dem eine 60-jährige Frau ums Leben kam. Trotz einer seit Jahren bestehenden Rauchmelder-Pflicht in NRW, so die Feuerwehr, könne dies nicht immer verhindert werden.

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Völlig ungewöhnlich war der Jahreswechsel 2020/21. Er wird wohl allen Feuerwehrleuten ewig in Erinnerung bleiben. Bedingt durch die Kontaktbeschränkung und das Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern aufgrund der Corona-Pandemie hat es fast keine Einsätze in der Silvesternacht gewesen. „Es wird wahrscheinlich das ruhigste Silvester aller Zeiten für die Dortmunder Feuerwehr gewesen sein“, heißt es.

Auf der anderen Seite machte Corona der Feuerwehr auch einen Strich durch die Rechnung: Der alle zwei Jahre stattfindende Stadtfeuerwehrtag musste praktisch ausfallen. Als Online-Format ist das Event in den sozialen Medien virtuell gestaltet worden.

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