"Fit fürs Baby" hat Zukunft

"Guter Hoffnung sein" - so umschrieb man früher oft den Zustand einer Schwangeren. Heutzutage können viele Frauen, die ein Kind erwarten, so nicht empfinden. Zu groß sind ihre Sorgen, Unsicherheit und oft auch ihre Einsamkeit.

12.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Die Katholische Schwangerschaftsberatungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Hörde bietet mit ihrem Projekt "Fit für?s Baby" gezielt Hilfe.

Seit einem Jahr laufen im katholischen Centrum Kurse, die werdende Mütter auf die neue Lebenssituation vorbereiten. Schwangere Frauen erhalten Antworten u.a. auf existenzielle Fragen ("Finanziell fit fürs Baby" und "Erste Hilfe bei Säuglingen und Kleinkindern") und Anleitung für den Alltag mit Kind ("Gesunde Ernährung von Anfang an", "Auch mit Baby ruhig und gelassen sein").

Minderjährige Schwangere ebenso wie so genannte Spätgebärende. Rund 100 Teilnehmerinnen im Alter zwischen 16 und 46 Jahren nahmen das niederschwellige Angebot der katholischen Schwangerschaftsberatungsstelle bislang an. Rund die Hälfte hat einen Migrationshintergrund.

Projektkoordinatorin Stefanie Klein (28) beobachtet einen besorgniserregenden Trend: "Es kommen immer mehr minderjährige Mädchen, die oft selbst noch in der Pubertät stecken und mit ihrer Situation völlig überfordert sind." Mädchen - noch selbst Kind - ohne Partner, ohne Rückhalt in der Familie, ohne Hoffnung auf einen Platz im Berufsleben.

Auch Kollegin Svenja Ross (29) begegnet täglich Sorgen beladenen Frauen. Umso mehr freuen sie sich darüber, ihr Angebot ausbauen zu können. Mit gezielten Kursangeboten für Paare sollen auch werdende Väter stärker mit ins Boot gezogen werden. "Außerdem erweitern wir unsere offene Sprechstunde", kündigt Stefanie Klein an. Möglich wird das durch eine Stelle, die das Jugendamt ab 2008 für vorerst zwei Jahre finanziert. Ten

SfK Tel 18 48-220

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