Flamencotänzer brutal erstochen: Hohe Haftstrafe

Urteil am Landgericht

Der grausame Tod des spanischen Flamencotänzers „Paco“ aus der Nordstadt bleibt wohl für immer ein Rätsel. Das Landgericht hat am Freitag zwar einen 24-jährigen Bulgaren wegen Totschlags zu sieben Jahren Haft verurteilt - doch die Umstände der Tat blieben rätselhaft.

DORTMUND

von Von Martin von Braunschweig

, 11.05.2012, 18:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Mann wurde verurteilt, den Tänzer getötet zu haben.

Der Mann wurde verurteilt, den Tänzer getötet zu haben.

 Fest steht außerdem, dass auch der Angeklagte in der Nacht einen tiefen Schnitt am Bein erlitt. Doch handelte er wirklich in Notwehr, wie er im Prozess durchklingen ließ? So weit wollten die Richter doch nicht gehen.Der Flamencotänzer hatte den Angeklagten wie schon viele obdachlose Bulgaren zuvor in seiner Wohnung aufgenommen. Freunde nannten den Mann wegen seiner Hilfsbereitschaft auch die „Mutter Theresa von Dortmund“.Der Bulgare behauptet jedoch, Paco habe in der Tatnacht urplötzlich nackt im Raum gestanden und ihn angemacht.

Von der Homosexualität seines Gastgebers habe er bis dahin nichts bemerkt gehabt, sagte der 24-Jährige.Die Richter konnten dem Bulgaren das Gegenteil nicht beweisen. Eine Notwehr-Situation, in der der Mann zustechen durfte, schlossen sie aber aus.

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