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Flic-Flac-Artist Nicolai Kuntz führt ein Leben für den Zirkus

Premiere am Donnerstag

Nicolai Kuntz ist beim Zirkus Flic Flac aufgewachsen und schon immer viel gereist. Seine Sommer aber hat der Artist viele Jahre bei seiner Oma in Dorstfeld verbracht. Wenn die Flic-Flac-Weihnachtsshow am Donnerstag in Dortmund ihre Premiere feiert, tritt der Kuntz das erste Mal in der Stadt seiner Kindheit auf.

Dortmund

, 20.12.2017 / Lesedauer: 3 min
Flic-Flac-Artist Nicolai Kuntz führt ein Leben für den Zirkus

Nicolai Kuntz ist beim Zirkus Flic Flac groß geworden. In der Weihnachtsshow lässt er Diabolos fliegen und schwingt am Trapez. © Dieter Menne Dortmund

Die vergangenen zwei Monate hat Nicolai Kuntz in Kanada verbracht. Mit einem Trainer, erzählt er bei den Proben im schwarzgelben Flic-Flac-Zelt an der Victor-Toyka-Straße, hat er Tag für Tag intensiv am Trapez gearbeitet, an neuen Bewegungen gefeilt, die möglichst spektakulär aussehen. Seit vergangener Woche ist er in Dortmund. Bis zum 7. Januar. Danach geht’s weiter nach Monte Carlo, zum berühmtesten Zirkusfestival der Welt.

Nicolai Kuntz ist ständig auf Reisen, immer nur für kurze Zeit an einem Ort. Er kennt es nicht anders, so ist er aufgewachsen. Der heute 24-Jährige ist beim Zirkus groß geworden. Seine Eltern waren beide bei Flic Flac beschäftigt – und so lernte er schon als Kind die Artistenwelt kennen.

Das Trapez ist Nicolai Kuntz‘ Paradedisziplin

Mit acht Jahren hatte Nicolai Kuntz zum ersten Mal Training. Kein Spezielles für eine bestimmte Richtung. Er sollte bloß ein Gefühl für seinen Körper bekommen. Schnell aber, sagt er, habe sich herausgestellt, dass er sich am Trapez besonders wohlfühlt. Am Schwungtrapez – man könne es sich wie eine überdimensionale Schaukel vorstellen – wird er auch ab Donnerstag bei der Flic-Flac-Weihnachtsshow zu sehen sein. In einem zweiten Auftritt wird er Diabolos unter der Zirkuskuppel tanzen lassen – bis zu drei auf einmal.

Erster Auftritt in Dortmund – mit Verwandtschaft im Publikum

Obwohl Nicolai Kuntz mittlerweile seit acht Jahren als Artist auf der Bühne steht, sind diese Tage in Dortmund etwas ganz Besonderes für ihn. Hier ist er noch nie aufgetreten. Dabei verbindet ihn viel mit der Stadt. Als Kind hat er hier viele Sommer verbracht – bei seiner Oma in Dorstfeld. Die lebt leider nicht mehr. Aber ein Teil der Familie wohnt noch hier – und will im Flic-Flac-Publikum sitzen. „Das ist ein schönes Gefühl“, sagt Kuntz.

Für ihn habe nie außer Frage gestanden, dass er Artist wird. Auch wenn er stets die Wahl gehabt habe, etwas anderes zu machen. „Ich würde das hier alles gegen nichts in der Welt eintauschen“, sagt er. Sein Blick geht durch die noch leeren Stuhlreihen, zum Zeltdach, dann zur Bühne.

Pinillo Moto Riders wieder in der Flic-Flac-Weihnachtsshow dabei

Dort wird gerade eine riesige Stahlkugel befestigt. Von der anderen Seite des Zeltes erklingt das Rattern mehrerer Motorräder, Benzingeruch zieht herüber. Die Pinillio Moto Riders sind angekommen. Die zehn Motorradfahrer, die gleichzeitig durch die 6,50 Meter große Kugel sausen, sind auf besonderen Wunsch des Dortmunder Publikums wieder bei der Weihnachtsshow dabei. In der diesjährigen Konstellation sind die zehn Männer aus Kolumbien aber noch nie zusammen gefahren, deshalb sind die Proben, die bis zur Premiere am Donnerstag laufen, für sie besonders wichtig.

Ihr Auftritt, der dieses Mal direkt zu Anfang der zweieinhalbstündigen Show zu sehen ist, ist einer der riskantesten, sagt Flic-Flac-Sprecher Rudi Bauer. Jede Probe sei wichtig. Die Abläufe müssten sitzen. So wie in der ganzen Show. Pausen gibt es so gut wie keine. Deswegen werden seit Mittwoch neben den Nummern vor allem die Übergänge geübt. Die 240 Scheinwerfer müssen eingestellt, letzte Details besprochen und die Musik muss richtig getimet werden. Und wenn die Aufregung kommt, kann‘s losgehen. Denn die, sagt Nicolai Kuntz, komme noch immer kurz vor jedem Auftritt.

Flic Flac gastiert von Donnerstag (21.12.) bis zum 7. Januar (Sonntag) an der Victor-Toyka-Straße. Gezeigt werden täglich zwei Vorstellungen um 16 und 20 Uhr. Außer am Donnerstag, an Heiligabend (14 Uhr) und Neujahr (20 Uhr). Die Premiere ist ausverkauft. Ansonsten gibt es Karten für 26 bis 56 Euro, an der Tageskasse und unter www.flicflac.de/dortmund
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