Fliegerbombe am Westfalenpark legte Verkehr auf B1 lahm

Entschärfung erfolgreich

Erneuter Bombenfund am Westfalenpark: An der Straße "Am Kaiserhain" ist am Donnerstag eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die B1 war gesperrt, mehrere hundert Menschen mussten evakuiert werden. Der Blindgänger mit Aufschlagzünder wurde gegen 16 Uhr entschärft.

DORTMUND

, 13.08.2015, 12:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • Eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe ist am Westfalenpark gefunden worden
  • Der Blindgänger lag an der Straße Am Kaiserhain, im Umkreis von 250 Metern wurde das Gebiet evakuiert 
  • Mehrere hundert Menschen waren von der Evakuierung betroffen
  • Die B1 war zeitweise zwischen B54 und Märkischer Straße gesperrt, die Linien U41 und U47 fuhren während der Entschärfung nicht, auch der Flugverkehr war betroffen
  • Zwischen 15.38 und 16.02 Uhr hat Feuerwerker Rainer Woitschek die Bombe entschärft
  • Zwei weitere Blindgänger wurden gefunden - sie waren bereits entschärft

Hier wurde die Bombe gefunden:

Aktualisierung 16.36 Uhr:

Wir haben noch einmal mit der Pressestelle der Stadt Dortmund gesprochen. Um 15.38 Uhr legte Feuerwerker Rainer Woitschek los, entschärft war die Bombe bereits um 16.02 Uhr. War das die schnellste Entschärfung Dortmunds? Nein, sagt Hans-Joachim Skupsch: "Wir hatten schon amerikanische Fliegerbomben, da hat es nur 10 bis 15 Minuten gedauert." Bei dem britischen Blindgänger am Westfalenpark musste zunächst der Zünder ausgebaut werden, danach wurde der Detonator unschädlich gemacht. 

Tatsächlich befanden sich neben der Fliegerbombe noch weitere Blindgänger in dem Loch - sie waren aber bereits entschärft. Sondierungstrupps hatten im Bereich der Bauarbeiten insgesamt fünf sogenannte Verdachtspunkte gefunden, so die Pressestelle der Stadt. Beim ersten fanden sie Bombensplitter, der zweite entpuppte sich als "negativ", und an zwei Stellen fanden die Experten eine britische und eine amerikanische Bombe.

Rainer Woitschek vermutet, dass diese nach dem Zweiten Weltkrieg entschärft wurden. Die Entfernung haben die Experten des Kampfmittelräumdienstes am Donnerstag übernommen. Alle drei Bomben kommen nun nach Hagen in ein Zwischenlager, bevor sie in einem Zerlegebetrieb vernichtet werden.

Weil nur wenige Anwohner informiert werden mussten und sich die Chefs der ansässigen Firmen darum gekümmert haben, dass ihre Mitarbeiter ab 15 Uhr nicht mehr im betroffenen Bereich waren, lief die Evakuierung zügig und reibungslos. Bei Wilo wurden nach Angaben eines Mitarbeiters um 14.30 Uhr alle Angestellten "ins gute Wetter entlassen". Mehrere hundert Menschen waren von der Evakuierung betroffen.

Aktualisierung 16.07 Uhr:

Und jetzt ist es schon alles vorbei:

#dobombe ist entschärft!

— Stadt Dortmund (@stadtdortmund)

Seit 16.04 Uhr fahren auch die Linien U41 und U47 wieder - nach Angaben von DSW21 kann es noch zu leichten Verspätungen kommen.

Aktualisierung 16.01 Uhr:

Unser Reporter vor Ort meldet einen Knall - wie Donner bei einem Gewitter. Das war wahrscheinlich der Detonator, der gerade kontrolliert gesprengt und damit unschädlich gemacht wurde.

Aktualisierung 15.42 Uhr:

Jetzt geht es los:

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