Florians Hülle wird saniert

Fernsehturm im Westfalenpark

Als Wahrzeichen ist der Florian weithin über Dortmund sichtbar. Stolz steht der Fernsehturm im Westfalenpark. Damit dies noch lange so bleibt, wird seine Betonhülle saniert.

DORTMUND

von Von Alexandra Neuhaus

, 09.08.2011 / Lesedauer: 3 min
Florians Hülle wird saniert

Entlang der Aussichtsplattform sanieren Experten die Außenhaut des Florian-Turms.

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Der Florianturm wird saniert

Am Dortmunder Florianturm wird in luftiger Höhe gebaut: Die Betonhülle unterhalb der Besucherplattform muss saniert werden.
09.08.2011
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Arbeiten in 130 Metern Höhe - die Spitze des Florianturms ist derzeit eine Baustelle.© Foto: Dieter Menne
Schwindelfrei müssen die Arbeiter für diesen Job sein Am Balkon sind sie mit Seilen gesichert.© Foto: Dieter Menne
Durch kleines Loch gelangen die Mitarbeiter in den Bereich über der Plattform.© Foto: Dieter Menne
Der Beton oberhalb der Plattform ist bröckelig.© Foto: Dieter Menne
Das ist eng. Nur durch ein kleines Loche gelangen die Mitarbeiter in das Innere oberhalb der Plattform des Florianturms.© Foto: Dieter Menne
Ein Blick aus dem engen Loch. Drumherum bröckelt der Beton.© Foto: Dieter Menne
Die Schäden werden dokumentiert.© Foto: Dieter Menne
Später werden lose Betonelemente mit einem Sandstrahl entfernt und später ausgebessert. © Foto: Dieter Menne
Damit nichts herunterfallen kann, wird der Florian zurzeit gesichert.© Foto: Dieter Menne
Arbeiten in 130 Metern Höhe - die Spitze des Florianturms ist derzeit eine Baustelle.© Foto: Dieter Menne
Die Außenhaut ist des Florianturms wird saniert.© Foto: Dieter Menne
Ausblick inklusive: Bei den Arbeiten in 130 Metern Höhe müssen die Arbeiter schwindelfrei sein.© Foto: Dieter Menne
Viel zu tun: Die Betonhülle des Florianturms wird saniert.© Foto: Dieter Menne

Für Normalsterbliche ist das verdammt hoch. „Geht schon“, sagt dagegen Bauleiter Jens Holzheuer. In 130 Metern Höhe sanieren er und seine Kollegen derzeit den Dortmunder Fernsehturm im Westfalenpark. Florian wird wieder sicher. "Er war nie unsicher", sagt Parkleiterin Annette Kulozik. "Nur etwas in die Jahre gekommen." Das überrascht wenig, wurde der Turm doch 1959 zur Bundesgartenschau gebaut. Bis auf Arbeiten im Inneren ist seitdem nichts passiert.

"Aber vor allem an der schrägen Seite unterhalb der Besucherplattform wurde es langsam gefährlich", sagt Jens Holzheuer. Bis November wird die Betonhülle des Turms daher nun saniert. Von oben nach unten arbeiten sich die Bauarbeiter den Turm entlang. Erst wird er mit Wasser und Sandstrahl gereinigt. Dann werden die porösen Stellen ausgebessert und zum Schluss bekommt er einen speziellen Anstrich, der den Beton zusätzlich schützen soll.  Wie der Florianturm danach aussieht? "Grau", sagt Annette Kulozik. Und damit ein bisschen anders als der aktuelle braun-grau Ton. "Das ist ja auch eine Farbe, die Witterung und Beton gezaubert haben. Das bekommen wir nicht mehr hin", sagt Bauleiter Jens Holzheuer.

Die schräge Unterseite unterhalb der Besichtigungsplattform ist zusätzlich ummantelt von einer speziellen Hängekonstruktion. Zum einen dient sie den Bauarbeitern als Arbeitsfläche. Zum anderen ist sie Schutz, falls sich doch noch Teile aus der Turmfassade lösen sollten. 1,5 Millionen Euro kostet die Generalüberholung, von der die Besucher des Parks wenig bis nichts mitbekommen. Einzige Einschränkung: Vormittags ist die Turmterrasse aufgrund der Arbeiten noch gesperrt. Ab 15 Uhr ist sie jedoch ganz normal für die Besucher geöffnet. Bis Anfang der kommenden Woche dürfen jedoch nur 170 statt der sonst üblichen 300 Besucher auf den Turm fahren.

Der Grund: Die oberste Aussichtsplattform wird erneuert. Der rutschfeste Boden ist schon da, aber das Edelstahlgeländer fehlt noch. Und ohne Geländer ist der Ausblick von über 130 Metern für Normalsterbliche verboten – ist nämlich doch verdammt hoch.

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